Ein starkes Gebäude soll entstehen

DIEPOLDSAU ⋅ Über den Projektstand der Planungen für das neue «Zentrum Rheinauen» konnten sich Interessierte bei einem «Blick in die Werkstatt» informieren. Ideen und Anregungen waren ausdrücklich erwünscht.
29. September 2017, 05:18
Andrea C. Plüss

Andrea C. Plüss

Das Projekt «primavera» der Architekten Knorr & Pürckhauer und der Gersbach Landschaftsarchitektur, beide aus Zürich, war im Frühjahr 2016 als Sieger aus dem von der Gemeinde lancierten Studienwettbewerb hervorgegangen. Das innovative Siegerprojekt sieht einen fünfgeschossigen Neubau für das Alters- und Pflegeheim, den Umbau des bestehenden Gebäudes sowie den Rückbau der älteren Gebäudeteile vor. Gemeinderat, Architekten und Fachplaner hatten am Mittwoch zu einer Orientierungsveranstaltung über den Projektstand eingeladen, zu der sich etwa 70 Interessierte einfanden.

Die Bevölkerung hatte den Projektierungskredit von 1,4 Mio. Franken «diskussionslos» bewilligt, wie Gemeindepräsident Roland Wälter in seiner Begrüssung in Erinnerung rief. Das Bauvorhaben «Zentrum Rheinauen» ist mit 33 Mio. Franken kalkuliert, wobei zum jetzigen Planungszeitpunkt noch eine Kostenabweichung von 25 Prozent nach unten wie nach oben möglich sei, erklärte Roland Wälter. Im Zuge der weiteren Projektausarbeitung sei man bestrebt, die Kostenabweichung auf einen Bereich von 8 bis 10 Prozent zu senken.

Brücke zwischen Jung und Alt

«Wir sind dem Wunsch nach­gekommen, ein starkes Gebäude zu schaffen, das eine Brücke schlägt zwischen Jung und Alt», beschrieb der verantwortliche Architekt, Philipp Knorr, sein Projekt. In dem kompakten Neubau sind im Erdgeschoss eine Arztpraxis, Restaurant, Grossküche, Verwaltung, die Warenanlieferung sowie die Ludothek vorgesehen. Im ersten Stock sind Aktivierungsräume, eine Demenzabteilung, Coiffeursalon, Wäscherei und weitere halböffentliche Räume geplant. Die Geschosse darüber sind für die Pflegeabteilungen vorgesehen. Der Neubau soll unter laufendem Betrieb erstellt werden, sodass die Altersheimbewohner nach der Fertigstellung vom alten ins neue Gebäude umziehen können, ohne dass Ausweichquartiere gesucht werden müssten. Nach der Sanierung sollen im Altbau die Wohnungen für betreutes Wohnen und eine Kinderkrippe eingerichtet werden.

Diskussionen in vier Themen-Kojen

Engagiert und durchaus am Detail interessiert diskutierten Besucherinnen und Besucher mit den anwesenden Gemeinderäten Udo Hutter, Patrick Spirig, Karin Aerni und Bruno Frei sowie den Projektexperten vier unterschiedliche Projektbereiche. Die zahlreichen Hinweise und Ideen werden auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft. Hervorzuheben ist hier der Hinweis auf zu wenige Parkplätze, die Frage von Schallschutzmöglichkeiten im Neubau, Anregungen zur Gestaltung des Gartens der Demenzstation und des Aussenbereichs generell. Die Ausrichtung und Aufteilung der Wohnungen wurden ebenso thematisiert wie Nutzungsmöglichkeiten des obersten Neubaugeschosses.

Die nächsten Schritte:

Februar 2018: Weiterbearbeitung Vorprojekt; Frühjahr 2018: 2. Veranstaltung «Blick in die Werkstatt»; Mai 2018: Ausarbeitung Schlussbericht für Vorprojekt; August 2018: Vorbereitung Gutachten mit Antrag zur Urnen­abstimmung; September 2018: Infoveranstaltung zur Abstimmungsvorlage; 25. November 2018: Urnenabstimmung.


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