Ton und Musik in der Heilkunst

07. Februar 2014, 02:36

Laute sind lebenswichtig für die körperliche und psychische Gesundheit. Die gleiche Wellenlänge haben, in Stimmung sein, Musik und andere Menschen hören, lachen, schreien, jammern, Bauchknurren, all das gehört zu unserem Alltag. Töne und Musik begleiten uns ein Leben lang: Feste mit Gesang, Tanzmusik, Kriegsgesang, Marschmusik, Indianerkriegsschreie, Frühgeburten in Isoletten erhalten Musikdosen mit Rauschen wie im Mutterbauch, Kirchenbauten mit der besonderen Akustik usw. Interessant ist, die unterschiedliche Stimmungen zu beobachten, wenn man klassische Musik hört, Volksmusik oder moderne Musik wie zum Beispiel einen Rap. Musik löst Emotionen aus: Gutenachtlieder erinnern an die Kindheit, scheltende Stimmen erinnern an unangenehme Situationen.

Töne und Schwingungen

Töne erzeugen Wellen in Flüssigkeiten und können als Bilder in Sand dargestellt werden. Da der menschliche Körper zu circa 60 Prozent aus Wasser besteht, pflanzen sich Töne in den Körperflüssigkeiten gut fort. Aber auch die Knochen leiten Töne und Schwingungen gut.

Musik als Heilmittel

Musik als Heilmittel setzen verschiedene Kulturen schon sehr lange ein. Für eine Klangmassage können die verschiedensten Musik- und Klanginstrumente (Klangschalen, Trommeln, Stimmgabeln etc.), wie auch die menschliche Stimme (Gesänge, Mantras, Gebete) eingesetzt werden, mit dem Ziel, Menschen in einen Zustand innerer Ausgeglichenheit zu bringen. Klangschalen stammen aus der Erfahrungsmedizin des Ostens. Klangschalen sind nie exakt auf einen Ton angelegt, sondern pendeln zwischen zwei und mehreren Tönen. Töne werden vom Ohr aufgenommen, über die Gehörknöchelchen und den Hörnerv ans Gehirn weitergeleitet. Dadurch kommt auch die Flüssigkeit des Hirns und des Rückenmarks in Schwingung und die Kommunikation zwischen den Hirnhälften wird angeregt. Je nach Ton beziehungsweise dessen Wellenlänge schwingt auch die Körperflüssigkeit neu.

Behandlung mit Stimmgabeln

Mit der heutigen Technik können Stimmgabeln hergestellt werden, die (ziemlich) genau nur einen Ton wiedergeben. Dadurch sind sie in der Wellenlänge exakter als Klangschalen. Eine Behandlung mit Klangschalen kann mit einer Massage verglichen werden, eine Behandlung mit Stimmgabeln als Klangakupunktur. Behandlungen mit verschiedenen Stimmgabeln und deren exakt gestimmter Wellenlänge wirken tiefer, können die Wellenlänge der Körperflüssigkeiten wirksamer und langanhaltender beeinflussen. Forschungen auf diesem Gebiet machten z. B. Hans Custo und John Beaulieu. John Beaulieu wendet die Stimmgabeltherapie als Arzt und Psychiater in den USA schon seit vielen Jahren an. Er führt in der Schweiz Weiterbildungen für Therapeuten durch, an denen der Einsatz sehr unterschiedlicher Stimmgabeln erlernt werden kann. Die Klangtherapie lässt sich sehr gut einsetzen bei Menschen, die im Alltag aus dem Gleichgewicht sind. Wieder in Balance kommen, wieder die richtige Wellenlänge finden, dabei helfen Töne und Klänge. (pd)

Luisa Hochreutener, VAHAR – Vereinigung Aktiver Heilpraktiker AR

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