Teurer Glücksbringer für einen 24-jährigen Jungunternehmer

Für 19 780 Franken hat Süleyman Ilhan aus Au am Mittwoch die Autonummer SG 532 ersteigert. Der 24-Jährige findet es selber übertrieben, hätte aber im Notfall noch mehr bezahlt.
13. Februar 2009, 01:03
ANDRI ROSTETTer

au. Für das Kantonale Strassenverkehrsamt war die erste Autonummern-Auktion eine runde Sache: Die Versteigerung von zehn Nummern spülte knapp 52 000 Franken in die Kasse. Am tiefsten ins Portemonnaie gegriffen hat ein 24-jähriger Rheintaler: Für das Schild SG 532 bezahlte Süleyman Ilhan aus Au 19 780 Franken.

Abschreckende Wirkung

Ilhan wäre sogar bereit gewesen, noch ein paar tausend Franken draufzulegen. «Übertrieben, ich weiss. Aber ich wollte diese Nummer – koste es, was es wolle.» Während der Auktion trieb er den Preis derart rasant in die Höhe, dass die Mitbieter schon Stunden vor dem Ende der Auktion das Handtuch warfen. «Ich wusste, dass ich grosse Schritte machen muss. Das wirkt abschreckend.»

Wie kommt ein 24-Jähriger dazu, eine Autonummer für den Preis eines Kleinwagens zu kaufen? Ilhan zögert. «Mir ging es gar nicht um die tiefe Nummer, sondern um die Zahl 532.» Diese Zahl, sagt Ilhan, sei seine Glückszahl. «Sie erinnert mich an einen grossen persönlichen Erfolg». Mehr will er partout nicht preisgeben. Nur so viel: «Es hat mein Leben entscheidend verändert.» Wer sich die Laufbahn des 24-Jährigen vor Augen führt, kann sich zumindest von seinen Erfolgen im Geschäftsleben ein Bild machen.

In Feldkirch aufgewachsen, machte er kurz nach der Matura erste Gehversuche als Unternehmer im Baugewerbe und gründete schon bald seine erste Firma. Heute führt er in St. Gallen eine Personalvermittlungsfirma mit Niederlassungen im Fürstentum Liechtenstein und in Deutschland.

Liebhaber von Edelkarossen

Ilhan war nicht nur früh erfolgreicher Unternehmer, er legte sich auch früh ein teures Hobby zu: Exklusive Autos.

Bereits als 20-Jähriger leistete sich Süleyman Ilhan einen Audi A8.

Heute steht in seiner Garage ein silbergrauer Aston Martin Vantage. Kostenpunkt: 180 000 Franken. Dagegen nehmen sich die 19 780 Franken, die er für seinen Glücksbringer hinblättern musste, in der Tat bescheiden aus.


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