Oberstufenschüler bauen Kugelbahn

OBERRIET ⋅ Das zweite Mint-Projekt in Zusammenarbeit mit der Oberstufe Oberriet und der Firma Jansen drehte sich wieder um eine Kugelbahn. Das Projekt bietet einen Einblick in die Ressourcen bei der Partnerschaft von Schule und Industrie.

14. Februar 2017, 05:36

Ziel dieses Schulhauskurses war es, eine mobile Kugelbahn zu entwickeln. Die Grösse richtete sich nach den Massen von einer Europlaette: 120 mal 80 Zentimeter. Auf die Palette sollten vier Stahlrahmen (Länge 120, Breite 80, Höhe 50 Zentimeter) konstruiert werden, die als tragender Unterbau dienen sollten.

Zuerst die Planung, dann in die Werkstatt

Noch vor den Sommerferien hatten sich die Mitarbeitenden unter der Führung von Albert Koller (Firma Jansen) und Stefan Portmann (Oberstufenzentrum Oberriet) bei der Firma Jansen zu einem Kick-off getroffen. Im neuen Schuljahr wurden die Ideen und Vorstellungen von den Schülern gesammelt, besprochen und für eine erste Präsentation in der Firma Jansen aufgearbeitet. Nach dieser Präsentation und Überprüfung der Machbarkeit ging es für die Schüler zurück in die Schulwerkstatt. Der zeitliche Rahmen war eng gesteckt, alle Schulhauskurse am Oberstufenzentrum fanden am Mittwoch von 11.50 bis 13.25 Uhr statt.

Design und Umsetzung, eine Herausforderung

Der Design- und Findungsprozess erwies sich als erste Hürde. Der Transfer von der Idee zur Umsetzung, eine Herausforderung. Im Gestaltungsprozess entschloss sich die Gruppe, einen neuen Weg zu gehen und gemeinsam eine Kugelbahn zu bauen. Ein Eichenrahmen bot genügend Stabilität, um die verschiedenen Rollbahnen zu montieren, und war gleichzeitig leichter zu verändern und anzupassen. Nach einem halben Jahr Bauzeit präsentiert sich nun eine zwei Meter hohe Kugelbahn, die die beteiligten Schüler der Öffentlichkeit im Rahmen der Schulhausaustellung vom 25. Juni vorstellen werden. Ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen der Oberstufe Oberriet-Rüthi und der Jansen AG wird das Projekt «Kugelbahn 3.0» im nächsten Jahr. Eine schulinterne Arbeitsgruppe evaluiert die bisherige Mint-Offensive und bereitet die nächsten Schritte zur Zusammenarbeit vor. Ein grosses Dankeschön geht aber bereits jetzt an die Firma Jansen, die sich in beiden bisherigen Projekten sehr grosszügig und interessiert zum Wohle der Schule eingesetzt hat. Das vorliegende Projekt zeigt Ressourcen in der Partnerschaft von Schule und Industrie auf und bietet grosse Entwicklungsmöglichkeiten für interessierte Schülerinnen und Schüler. Mathematische Neugierde, Design- und Arbeitsprozesse sowie technische Affinität finden vermehrt Eingang in die Schulstube und bieten eine solide Grundlage für eine gezielte Berufswahl. (pd)


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