Nostalgietheater spielt «Weisses Rössl»

An einem Sponsoren-Abend lüftete Nostalgietheater-Regisseur Willy Hutter das Geheimnis um das neue Stück des Ensembles. Gespielt wird die Revue-Operette «Im Weissen Rössl».
23. April 2009, 01:05

Balgach. Vergangene Woche lud das Nostalgietheater Balgach die Sponsoren der vergangenen Produktion als grosses Dankeschön zu einem gemütlichen und genussreichen Abend ins Vinorama. OK-Präsident Peter Tanner liess beim Apéro noch einmal die wichtigsten Eckdaten der letzten Produktion «Grüezi» Revue passieren. Ohne die Unterstützung der Sponsoren hätte diese aufwendige Realisierung trotz des Erfolges nicht kostendeckend realisiert werden können.

Beim Nachtessen lüftete dann Regisseur Willy Hutter das Geheimnis um das neue Stück. Die Suche nach einer neuen Herausforderung war nach den vergangenen Aufführungen nicht einfach. Einerseits will man die Tradition von Theater und Gesang fortführen, andererseits will man eine Laiengruppe bleiben.

Stücke wie «Grüezi» oder «Der schwarze Hecht» sind nicht in beliebiger Zahl vorhanden.

Hochsaison am Wolfgangsee

Mit «Im weissen Rössl» ist man fündig geworden. Die Revue-Operette dürfte vielen von anderen Theatern oder aus Verfilmungen bekannt sein. Im Hotel am Wolfgangsee herrscht Hochsaison. Die Urlauber kommen aus allen Himmelsrichtungen, und sie bringen einiges mit: Vorurteile, Hoffnungen, Ressentiments und die Sehnsucht nach dem ganz grossen Glück. Das Personal des Hotels tut es ihnen gleich. Besonders die Wirtin Josepha Vogelhuber und ihr Zahlkellner Leopold können ein Lied davon singen. Verwirrungen und Verwicklungen: Ralph Benatzky zieht alle Register der musikalischen Komödie, um schliesslich beim Happy End zu landen.

Klassische Aufführung

Willy Hutter konnte einmal mehr das Stück nicht einfach so für das Nostalgietheater übernehmen. Er hat es bearbeitet und den Gegebenheiten des Nostalgietheaters angepasst. Es wird eine klassische Aufführung in drei Akten geben, keine Parodie, keine Modernisierung, wie es sich für ein «Nostalgie»-Theater gehört.

Es werden elf Hauptrollen und zahlreiche Nebenrollen zu besetzen sein. Eine besondere Herausforderung wird die Sprache sein. Soll doch das Stück so authentisch wie möglich werden. Erstmals wird es deshalb ein Casting geben. Am 14. Mai findet eine Informationsveranstaltung für al- le Interessierten im Restaurant Weinstube in Balgach statt.

Damit Gesang und Spiel richtig in Szene gesetzt werden können, wird auch dieses Mal auf eine professionelle Licht- und Tontechnik gesetzt, was mit grossem finanziellem Aufwand verbunden sein wird.

Als Dirigent hat Qvenild Morten, Dirigent des Musikvereins Rebstein, zu gesagt.

Der Bühnenbauer Jakob Oehler hat bereits wieder grosse Vorarbeiten geleistet. Er präsentierte ein Modell des Bühnenbildes. Wiederum sind sämtliche Elemente drehbar, und für einzelne Szenen können Teile hereingeschoben werden. Einzelne Stücke sind zweistöckig bespielbar. Gesucht wird noch ein Probenlokal, in welchem die Kulisse aufgebaut werden kann.

Das OK des Nostalgietheaters geht wieder mit vollem Elan hinter die neue Produktion und wird alles daran setzten, den Theaterbegeisterten einen vergnüglichen Abend zu bereiten. (pd)

Weitere Informationen: www.nostalgietheater.ch

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