GESUND BLEIBEN

Lachen ist gesund

12. April 2012, 01:04

Die Fasnachtszeit ist vorbei, der Frühling wird erwartet. Man hört öfter wieder Leute, v. a. Kinder, lachen, denn sie spielen wieder draussen. Lustige Menschen haben ein gesünderes Immunsystem als trockene «Sauerampfern», die sich oft selbst im Wege stehen und krankheitsanfälliger werden. Lachen ist die beste Prävention im Kampf gegen Viren und Bakterien. Selbst quälende und chronische Schmerzen entspannen, gute Hormone werden produziert und schlechte abgebaut. Sorgt für ruhigere Atmung, regt die Verdauung an, bringt den Kreislauf richtig in Schwung und fördert den nächtlichen Schlaf. Auch bei Krebs, Herzerkrankungen, Kopfschmerzen, ja sogar bei chronischer Angst und Depression hat sich herzhaftes Lachen als wirksames Rezept bewährt. Die vielfältige Auswirkung der einfachsten Medizin, die der Volksmund kennt, hat die Gelotologie (Lachforschung) längst erkannt und anerkannt. Also lachen wir doch mal wieder … Lachen ist körperliche Schwerstarbeit. Es sind insgesamt über hundert Muskeln beteiligt – von der Gesichts- bis zur Atemmuskulatur.

In den USA verordnen Endokrinologen ihren zuckerkranken Patienten eine Dosis Lachen. Sie bauen eine halbe Stunde Humor pro Tag in die Behandlung ein. Lachen lässt sich also tatsächlich gezielt therapeutisch einsetzen. Lachen Sie mal wieder. Wenn Sorgen plagen, kann ein Freund uns zum Lachen bringen. Japanische Wissenschafter haben festgestellt, dass Menschen mit rheumatischer Arthritis, die sich «Rakugo» (lustige Geschichten) anschauen oder Witze erzählen, weniger Schmerzen verspüren, weniger Stresshormone ausschütten und widerstandsfähiger werden. Über Lachen, gutes Essen oder Sex nur zu reden, ist nicht befriedigend. Das Gute am Humor ist lachen. Lachen Sie mehr, schneiden Sie Grimassen mit Familie und Kindern. Vergessen Sie für einen Moment den Alltag. Kranke, Senioren und Demenzkranke blühen unter fröhlichen, lachenden Besuchern regelrecht auf. Sie zeigen wieder Neugier und Freude und finden Kraft zur Kommunikation. Der soziale Rückzug wird so für einige Zeit unterbrochen. Geben Sie sich die Erlaubnis, kindisch zu sein, wenn Sie Lust dazu verspüren. Sie müssen nicht ständig guter Laune sein. Lachen Sie wenigstens einmal am Tag so richtig herzlich aus dem Bauch heraus. Diese Medizin ist kostenlos und frei von Nebenwirkungen. (pd)

Cornelia Krapf-Rütimann, Walzenhausen, Vereinigung aktiver Heilpraktiker AR, www.vahar.ch

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