Grüne Energie mehr beachten

REBSTEIN. Führungskräfte referierten kürzlich im ri.nova in Rebstein über Sonnenenergie, Biogas und Windkraft. Der Anlass entstand auf Initiative der «Junior Chamber International» (JCI) Heerbrugg.
12. Mai 2010, 01:03

Sonnenenergie, Biogas und Windkraft, kurzum «Erneuerbare Energien», sind ein aktuelles Thema. Doch fehlen dem Verbraucher oft die nötigen Hintergrundinformationen über Kosten, Wirtschaftlichkeit, Installationsvorschriften und nicht zuletzt das Wirkprinzip.

Richard Hutter, CEO der Eps Soltec und Ralos Austria, Heinz Gfeller, Stv Leiter Stoffstrom Management der Axpo Kompogas AG, sowie Adrian Märklin, CEO der Envergate GmbH, vermittelten einen interessanten Einblick in die Vielfalt der «grünen Energie».

Energie aus Grünabfällen

Von der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bis hin zu zur solarbetriebenen Strassenleuchte: Richard Hutter erklärte die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten von Sonne und Licht als Energiequelle und verriet auch, dass Ende 2010 der Spatenstich für die «Fabrik der Zukunft» erfolgen werde. Dabei handelt es sich um ein vierstöckiges Passivhaus.

Auch Energie aus Grüngut findet heute auf dem Markt grosse Akzeptanz. «Von der Abfall- zur Ressourcenwirtschaft» wie Heinz Gfeller es auf den Punkt brachte. Denn die Axpo Kompogas hat sich auf dem Markt als Kompogasanlagen-Bauerin und -Betreiberin etabliert. In der Schweiz sind 14 Anlagen in Betrieb. Das Verfahren basiert auf der Trockenvergärung von Bioabfällen, wodurch Ökostrom und Wärme gewonnen wird.

Wind erzeugt Strom

Im August des vergangenen Jahres machte in der Sendung «Einstein» eine Neuentwicklung auf sich aufmerksam. Eine Windanlage auf dem Vertikalachsen-Prinzip. Adrian Märklin, CEO der Envergate, streifte kurz die Vorteile. So kann das Objekt, aufgrund der Laufruhe und der geringen Baugrösse, näher an der Peripherie betrieben werden. Auch wurde bei der Entwicklung der Natur- und Vogelschutz berücksichtigt. Die nächst gelegene Windanlage befände sich in Horn, so Adrian Märklin.

Abschliessend informierte Willy Langenegger, Präsident von JCI, kurz über die «Kostendeckende Einspeisevergütung». Ein Apéro, offeriert von Swiss Photovoltaik in Kriessern, rundete den informativen Abend ab. (pd)


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