gesund bleiben

Frauen-Energie in der zweiten Lebenshälfte

12. März 2010, 01:01

Ist die Frauen-Energie in der ersten Lebenshälfte vor allem ausgerichtet auf die Erhaltung der Menschheit, verändert sich diese Energie in der zweiten Lebenshälfte. Diese Veränderungen erfolgen nicht von einem Tag auf den andern, sondern erstrecken sich über einige Jahre. Denken Sie zurück an die Jahre der Pubertät. Auch dieser Hormonwechsel dauerte seine Zeit.

Mit dem Wechsel von der fruchtbaren zur unfruchtbaren Frau stellen sich viele Fragen: Wo stehe ich heute? Was habe ich erreicht? Was waren meine Ziele als junge Frau? Welche Ziele möchte ich unbedingt noch erreichen?

Ziele der Werbebotschaften für die Frau sind makellose Schönheit und Schlanksein. Viele Frauen erreichen diese Ziele nie, sind deshalb unzufrieden und versuchen mit immer wieder neuem Elan die nächste Tube Schönheitscreme oder die neuste Diät – wieder ohne Erfolg – wieder wurde das Ziel nicht erreicht. Wenn sich Frau machbare und realistische Ziele setzt, stärkt das die Energie und das Selbstwertgefühl. Setzen Sie sich realistische Ziele. Der Weg beginnt mit dem ersten Schritt und nicht mit einem Sprung ins Bodenlose.

Je konkreter sich Frau mit ihren Zielen für die zweite Lebenshälfte auseinandersetzt, desto gezielter kann sie ihre Energie einsetzen. Diejenigen, die sich erst im späten Alter damit auseinandersetzen, dass sie nicht mehr den Körper einer Zwanzigjährigen besitzen, brauchen in diesen Jahren für den Verdrängungsprozess viel Energie.

Ein häufiges Thema in diesem Lebensabschnitt ist der Rückgang der Knochensubstanz, die Osteoporose. Die Knochensubstanz wird lebenslänglich abgebaut und wieder neu aufgebaut. Ab dem 30. Lebensjahr wird etwas mehr Knochensubstanz abgebaut als wieder neu gebildet. Deshalb ist es wichtig, dass Frau schon in jungen Jahren ihrer Gesundheit Sorge trägt durch gesunde, ausgeglichene Ernährung. Auch später noch kann der Knochen gesund erhalten werden ohne künstliche Hormone.

Knochen, der gebraucht wird wächst auch wieder nach, das heisst körperliche Bewegung ist für die Knochengesundheit sehr wichtig. Mehrmals wöchentlich Sport oder zügige Spaziergänge geben über die Muskeln Impulse an die Knochen, dass sie gebraucht werden. Ein Knochensubstanzräuber ist auch eine Übersäuerung des Körpers. Das heisst aber nicht, dass Sie für jede Mahlzeit den Säure- oder Basenüberschuss ausrechnen müssen. Auch für die zweite Lebenshälfte gilt dieselbe Ernährungsempfehlung wie bisher: bereiten Sie aus saisonalen und regionalen Zutaten Ihre Mahlzeiten selber zu. Gerichte aus Wildgemüse (zum Beispiel Brennnessel, Huflattichblätter, Giersch, Gänseblümchen usw.) liefert ein Mehrfaches an Mineral- und Spurenelementen im Vergleich zu Kulturgemüse. Meistens können Sie diese Wildgemüse einfach rund ums Haus sammeln. Da Wildgemüse mehr Mineralstoffe enthält, genügt auch schon eine kleinere Portion für die Deckung des Tagesbedarfs. Das Buch «Essbare Wildpflanzen» von Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger; ISBN 978-3-03800-335-9, gibt detailliert Auskunft zum Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen.

Was geschieht in dieser Zeit der Umstellung mit den weiblichen Hormonen? Diesem Thema widme ich mich in einem späteren Beitrag.

Luisa Hochreutener Huber, Lutzenberg, 9425 Post Thal, VAHAR

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