Familiäre Stimmung am Klausmarkt

ST.MARGRETHEN In kleinerem Rahmen fand am Sonntag der Klausmarkt St. Margrethen statt. Weder die Besucher noch die Standbetreiber störten sich an der geringeren Grösse, denn der Markt sei dadurch viel familiärer. Und die verschiedenen Attraktionen für die Kinder gab es auch dieses Jahr.
08. Dezember 2014, 08:42
RAHEL FRIEDAUER

Bereits seit über 30 Jahren gibt es den Klausmarkt in St. Margrethen. Von Anfang an mit dabei war Mina Vorburger, deren Markenzeichen ein roter Hut sei, den sie immer am Klausmarkt anzieht, wie der Ortsgemeindepräsident Rolf Künzler erzählte. Auch dieses Jahr stand Mina Vorburger wieder hinter der Pfanne und brätelte den Ribel. «Ich bin zwar nicht mehr verantwortlich, doch ich stehe noch jedes Jahr bis am Mittag hinter der Ribel-Pfanne», sagte Mina Vorburger.

«Kochtopf immer grösser»

In den ersten zwei Jahren verkaufte Mina Vorburger zusammen mit der Frauenriege Gestecke und Ribelmais. Dabei kam sie auf die Idee, gebratenen Ribel anzubieten.

«Der Kochtopf wurde immer grösser», erzählte Mina Vorburger. Zuerst hatte sie eine normale Haushalts-Pfanne doch jetzt wird der Ribel in einer professionellen Ribelpfanne, die vom <Verein Rheintaler Ribelmais> zur Verfügung gestellt wird, gebraten. «Um unseren Ribel zu essen, kommen auch Besucher aus anderen Dörfern», sagte sie weiter.

Kleiner, dafür familiärer

Eine der grössten Veränderungen hat der Klausmarkt für Mina Vorburger in diesem Jahr durchgemacht. Aufgrund der Baustelle der Zentrumsgestaltung war der Markt kleiner und zentrierter als sonst. Dies wurde von den Besuchern und Standbetreibern jedoch positiv aufgenommen. «Dadurch, dass der Markt kleiner ist, ist alles viel familiärer. Die Leute sind immer bei den Ständen», sagte Thuraisingam Suganthan, Betreiber eines Essenstands für Nudel- und Reisgerichte. Auch die Besucher fanden die Atmosphäre angenehm und einladend.

Den Kindern wurden verschiedene Attraktionen geboten. So konnten sie sich im Halbstundentakt im Märchenzelt in eine andere Welt entführen lassen oder auf dem Pony-Rücken oder im Karussell ihre Runden drehen. Auch der Pavillon zum Kerzenziehen stand den Besuchern offen. Und so nutzen einige die Chance, um noch Weihnachtsgeschenke zu ziehen.

Auch der Nikolaus und seine zwei Helfer waren am Markt im Einsatz. Die Kinder konnten ihre Sprüchli aufsagen und wurden dafür mit Nüssli, Mandarinen und Schokoladen-Taler belohnt.

Viel Selbstgemachtes

An fast allen Ständen wurden selbst gemachte Waren verkauft. Die sechste Klasse vom Schulhaus Wiesenau in St. Margrethen hat beispielsweise verschiedene Armbänder, Schlüsselanhänger und auch Seifen hergestellt, die sie am Markt verkaufte. «Wir sammeln damit Geld für unsere Abschlussreise», sagte Caroline Jäger, eine Schülerin der Klasse. Die Handarbeiten habe die ganze Klasse in der Schule gefertigt. «Wir haben dabei viele neue Dinge, wie zum Beispiel Flechten oder Färben gelernt», erzählte Nicole Messmer, eine Klassenkameradin.

Etwas Spezielles liess sich die Bibliothek einfallen. Dort bekam man zu jedem Buch, das man kaufte, eine Packung Buchstabensuppe-Teigwaren und Gemüse. Ausserdem konnten sich Jung und Alt bei einem Geschicklichkeitsspiel messen.

Musikalisch umrahmt wurde der Klausmarkt vom Männerchor St. Margrethen, der am Mittag ein Platzkonzert gab. Am Nachmittag erfreute eine Formation der Jungbläsergruppe Thal, Staad-Altenrhein, Rheineck und St. Margrethen die Besucher.

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