Erfolgreiches Jahr für Biene

REGION ⋅ Die Clientis Biene Bank im Rheintal steigerte sich 2016 in vielen Bereichen. Den Genossenschaftern soll eine steuerfreie Dividende von 13 Prozent ausgerichtet werden.

17. Februar 2017, 05:38

«In einem anhaltenden anspruchsvollen Umfeld haben sich erfreulicherweise alle wesent­lichen Kennzahlen positiv ent­wickelt», erklärt René Bognar, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Die Bilanzsumme nahm mit 9 Mio. Franken oder 1% etwas weniger zu als ein Jahr zuvor.

Der Geschäftsertrag stieg um 3,5% auf 13,3 Mio. Franken. Davon entfallen 81% auf das Zinsengeschäft – den nach wie vor wichtigsten Ertragspfeiler. Der Erfolg im Zinsengeschäft nahm trotz anhaltender tiefer Zinsen um 3% auf insgesamt 10,7 Mio. Franken. zu. Dieses Ergebnis ist mit darauf zurückzuführen, dass auf der Passivseite die Zinssätze im Laufe des Jahres der aktuellen Marktlage angepasst wurden. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg mit 10,7% deutlich.

Mehr Kundengelder trotz tiefer Zinsen

Der Geschäftsaufwand nahm im Vergleich zum Vorjahr um beträchtliche 0,9 Mio. Franken oder knapp 11% ab. Dies ist vor allem auf die deutlich tieferen Sach­kosten zurückzuführen, die um 16,1% oder 0,7 Mio. Franken abgenommen haben. Der Hauptgrund liegt darin, dass im Jahr 2016 keine grösseren Investitionen vorgenommen wurden. Auch der Personalaufwand liegt um 5,4% oder 0,2 Mio. Franken tiefer.

Wegen des höheren Gesamtertrages und der tieferen Kosten wuchs der Geschäftserfolg um beachtliche 44% auf 4,9 Mio. Franken. Der Jahresgewinn nahm um 4,1% auf 1,8 Mio. Franken zu. Das Eigenkapital der Bank ist insgesamt um 4,7% oder 3,3 Mio. Franken auf 73,1 Mio. Franken gestiegen.

Im herrschenden Umfeld der tiefen Zinsen und hohen Bautätigkeit wurde die vorsichtige Kreditpolitik der Bank konsequent weitergeführt. Die Kundenausleihungen erhöhten sich entsprechend nur leicht um 0,8% auf 776 Mio. Franken. Der überwiegende Anteil der Ausleihungen besteht nach wie vor aus Hypotheken oder hypothekarisch gedeckten Darlehen.

Die Kundengelder verzeichnen für das Jahr 2016 einen für die Biene Bank hohen Zufluss von 26,6 Mio. Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 4,4% und bringt die Kundengelder auf einen Gesamtbetrag von 637,4 Mio. Franken. «Dies freut uns sehr und zeugt von Vertrauen in unsere Bank», sagt René Bognar.

Erneut steuerfreie Ausschüttung

An der Generalversammlung vom 8. April in Altstätten wird anstelle der Dividende wiederum eine Ausschüttung aus der «Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen» beantragt. Diese Reserve wurde 2015 aus dem Agio der Kapitalerhöhung gebildet. Der Gesetzgeber erlaubt es, daraus steuerfreie Ausschüttungen vorzunehmen. Die Ausschüttung soll unverändert 13% bzw. 6.50 Franken pro Anteilschein betragen. Die Dividendenrendite von rund 2,85% wird durch die Steuerbefreiung noch attraktiver. Die Einladungen zur Generalversammlung an die rund 5100 Genossenschafter werden Mitte März versandt. Der Geschäftsbericht ist dann online unter www.bienebank.clientis.ch abrufbar.

Weiteres Wachstum anvisiert

«Als substanzstarke Regionalbank mit engagierten Mitarbeitern sehen wir positiv in die Zukunft und sind überzeugt, auf alle möglichen Eventualitäten gut vorbereitet zu sein. Wir sind zuversichtlich, dass wir dank des grossen Kundenvertrauens und den Anstrengungen im Vertrieb auch 2017 wieder zusätzliche Geschäftsvolumen gewinnen können», sagt René Bognar. (pd)


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