Gesund bleiben

Die passende Hülle für unseren Körper

23. Juli 2010, 01:04

Kein Mensch ist in der Lage, eine so passende Hülle für unseren Körper zu entwerfen.

Unsere Haut umfliesst uns nahtlos und erfüllt nebst ihren sinnlichen Reizen auch noch zahllose lebensnotwendige Aufgaben.

Und trotzdem nörgeln wir ständig drum herum: die Haut wird gewaschen, gefettet, gebürstet, gestreichelt, gerubbelt, geschlagen, entblösst und verhüllt, geglättet und enthaart. Da muss man aber eine Elefantenhaut besitzen, um das über sich ergehen zu lassen.

Auf die Haut ist Verlass

Wenn wir gesund sind, ist auf unsere Haut Verlass. Ein Säuremantel schützt uns gegen bakterielle und andere krankmachende Einflüsse, und sie bildet laufend neue Zellen, welche die alten verhornten Zellen als Schuppen abstossen. Abgesonderter Talg bildet einen Fettfilm, der gegen Austrocknung schützt.

Mit etwa zwei Quadratmetern ist die Haut unser grösstes Organ und hat wichtige Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktionen. Die Gefühle gehen unter die Haut, und der Körper drückt seinen inneren Zustand wiederum über die Haut aus.

Kein Organ des menschlichen Körpers reagiert so schnell wie die Haut.

Sie schwitzt, errötet, erbleicht, stellt die Haare auf und macht Gänsehaut. Wenn wir Wut spüren oder Angst haben und unseren Emotionen keinen freien Lauf lassen, juckt es uns. Manchmal sagt uns ein Hautausschlag aber auch: ich brauche mehr Streicheleinheiten.

Sich in seiner Haut wohl fühlen

Somit ist es nicht die Haut, die krank ist, sondern es geht um die innere Gesundheit. In diesem Sinne darf ein Hautausschlag niemals nur äusserlich behandelt werden. Denn damit würde die Haut als «Ersatzventil» zugestopft werden, und die wichtigen inneren Stoffwechselorgane könnten ihre Aufgabe nicht mehr vollständig erfüllen.

Wer sich wohl in seiner Haut fühlen möchte, muss auf eine ganzheitliche Lebenshaltung achten. Vernünftige biologische und naturbelassene Ernährungs- und Trinkgewohnheiten helfen unserer Haut ihrer Arbeit nachzugehen.

Regelmässige Bewegung, körperliche Aktivität und Massagen fördern die Durchblutung. Durch geeignete Kleidung hat unsere Haut die Möglichkeit zu atmen, die Sauerstoffaufnahme zu ermöglichen, sich zu erwärmen oder abzukühlen. Saunagänge und Wechselbäder reinigen die Haut von innen her. Zu viel Waschen und Einseifen ist um aus der Haut zu fahren: Es schadet ihr. Der Fett- und Säureschutzmantel wird dadurch zerstört, die Haut ist anfälliger für krankmachende Keime.

Unterstützende Heilpflanzen

Sowie die Haut viele Sünden unsereins duldet, soviel Geduld brauchen wir bei der Therapie von Hautkrankheiten. Nicht selten braucht es eine Behandlungsdauer von einigen Monaten bis mehreren Jahren.

Einige unterstützende Heilpflanzen bei Hautkrankheiten für innere und äussere Anwendung sind: die Ringelblume, das Stiefmütterchen, der Storchenschnabel, die Schafgarbe und der Löwenzahn. Wenn wir mit heiler Haut davon kommen möchten, müssen wir achtsam mit uns umgehen.

Darauf müssen wir uns mit Haut und Haar einlassen.

Josephine Schmidhauser

Herisau, VAHAR

(Vereinigung Aktiver

Heilpraktiker AR)


Leserkommentare

Anzeige: