Gesundheitstip

Blähungen und Völlegefühl

15. Januar 2011, 01:03

Viele Menschen leiden unter Blähungen, oder man nennt es auch Völlegefühl. Dieses nehmen sie oft nicht mehr als solches war, weil es schon immer so gewesen ist. Als Blähung wird die verstärkte Entwicklung von Gasen (z. B. Methan, Kohlenstoffdioxid, Schwefelwasserstoff und anderen Gär- bzw. Faulgasen) im Magen und/oder Darm bezeichnet. Dabei kann es zum rektalen Entweichen von Darmgasen kommen. Bleiben diese Darmgase an Ort, kann es zu schmerzhaften Bauchkrämpfen kommen. Abhilfe schaffen Kümmel-, Anis- oder Fencheltee.

Viele Menschen leiden (ohne ihr Wissen) an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, was zu starken Blähungen und übelriechenden Winden führen kann. Hier gilt es herauszufinden, welche Nahrungsmittel nicht vertragen werden. Am besten lässt man ein bis zwei Wochen ein Haupt-Nahrungsmittel weg und beobachtet sein Wohlgefühl in der Bauchgegend. Zu empfehlen ist, zuerst mit den Milchprodukten (unverträglich auf Milcheiweiss oder Milchzucker) zu beginnen. Wenn nach zwei Wochen die Symptome immer noch gleich sind, sollten als nächste Nahrungsmittel die Früchte, auch Zitrusfrüchte, weggelassen werden. Danach folgen Nüsse usw. So kann auf einfache Art nach dem Auslöser von Blähungen gesucht werden.

Viele Babies haben einen Blähbauch, was die ganze Entwicklung des Kindes beeinflussen kann. Hier ist zu raten, dass die stillende Mutter selbst die unverträglichen Nahrungsmittel (zuerst Milchprodukte usw.) weglässt und beim Baby den Stuhl und den Bauch auf Veränderungen beobachtet. Bauchkrämpfe sollten dabei weniger werden. Der menschliche Darm verträgt in den ersten zwei Lebensjahren die Kuhmilch meistens schlecht.

Ein weiterer Grund für Blähungen/Völlegefühl oder auch Bauchschmerzen können Überforderungen im Leben sein (Schule, Arbeitsplatz, Familie, Mobbing usw.). Das kann dann sekundär zu Kopfschmerzen führen. Überforderungen im Leben können zur Verminderung der Verdauungssäfte (Magensäure, Gallensaft, Bauchspeichelenzyme usw.) führen. Dadurch wird die Nahrung im Verdauungstrakt nicht richtig aufgespalten. Dies führt wiederum zu Gär- und Faulgasen, was unangenehme Blähungen oder Druck im Bauch, eventuell auch Kopfschmerzen bereiten kann. Hier helfen in der Regel Bitterstoffpflanzen wie Enzian, Löwenzahn, Chicorée, Schafgarbe, Artischocken und viele mehr.

Josef Widmer, Mohren, Mitglied VAHAR.ch

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