Atemberaubend und lustig

ST. MARGRETHEN. Etwa 220 Artisten waren gestern in St. Margrethen zu sehen. Zirkus Balloni gastierte beim Schulhaus Wiesenau. Das Publikum lachte herzhaft und hielt teils den Atem an.
27. April 2013, 10:15
MONIKA VON DER LINDEN

«Noch nie habe ich es im Schulhaus so ruhig erlebt», blickte Eva Graf Poznicek gestern auf die Projektwoche zurück. «Die Kinder und Lehrpersonen waren begeistert und zufrieden». Diese Bilanz zog die Schulleiterin vom Schulhaus Wiesenau, bevor sie die Zirkusvorstellung gesehen hatte. Hinterher wird sie ebenso zufrieden gewesen sein.

Für jeden die richtige Nummer

Mehr als 200 Schüler und die Lehrerschaft zauberten im buchstäblichen Sinn Zirkus-Atmosphäre in die Schule. Eine Woche lang hatten sie in Zusammenarbeit mit drei Animateuren vom Zirkus Balloni lustige und anspruchsvolle Nummern einstudiert. Für jede Schülerin und jeden Schüler – vom Kindergarten bis zur sechsten Primarklasse – fand sich das Richtige. Entsprechend ihres Alters und ihrer Neigung wurden sie in Akrobatik, Clownerie, der Kunst der Illusion oder in Geschicklichkeit trainiert. Der Höhepunkt und Abschluss der Woche waren zwei Vorstellungen in einem echten und fast ausverkauften Zirkuszelt.

Manage frei

Kaum hatte der Zirkusdirektor die Manage freigegeben, begann ein temporeiches und witziges Programm. Ob Kunststücke auf dem Boden, hoch auf der einer Leiter oder direkt unter dem Zirkuszelt am Trapez – Mut und Konzentration waren hier nötig. Pinguine watschelten als Ballett durch die Manege und Dompteure zeigten Dressurnummern mit Raubkatzen. Entschlossenheit zeigten die starken Männer als sie sich auf ein Nagelbrett legten. Auch das Handwerk der Clownerie hatten die Kinder bestens im Griff.

Nach der Vorstellung ging das Wiesenau-Fäscht an der Festwirtschaft weiter. Das Netzwerk Wiesenau animierte so zum Dialog – über den Mut und die Leistung der Kinder. Viele haben wohl ungeahnte Fähigkeiten entdeckt und neue Grenzen entdeckt


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