Andreas Inauen ist der Ravioli-König

DIEPOLDSAU ⋅ Andreas Inauen gewann die erste «Ravioli-Pump-Action-Convention». Seine Raclette-Ravioli überzeugten die Jury. In der Galerie Art d’Oséra kämpften acht Teams mit vielen guten Ideen um den Titel.

13. Februar 2017, 07:02
susi Miara
Die Ravioli aus der Dose gehören seit Jahrzehnten zu den absoluten Klassikern, vor allem dann, wenn es schnell gehen muss. In der Pfanne aufgewärmt, sind sie in wenigen Minuten essbereit. Fehlt einem die Zeit, den Teig und die Füllung selbst zu machen, lassen sich die Dosenravioli mit geringem Aufwand noch etwas aufpeppen. Derjenige, der das am besten kann, wurde am Samstag an der ersten «Ravioli-Pump-Action-Convention» ermittelt.

Acht Teams kämpften um den Titel

Acht Kochnischen standen für die Teams bereit. Claudia Salzgeber, Susanne Stöckl, Sabine Hutter und Martina Fend starteten als Team «Gin Gin». Sie hatten sich auf den Wettkampf sehr gut vorbereitet. Mit ihren Raviolitalern wollten sie den Titel holen. Was sie der Jury schliesslich vorsetzten, hatte mit den Büchsenravioli, wie wir sie als Kinder auf dem Teller hatten, keine Ähnlichkeit mehr. Nachdem die Tomatensauce abgesiebt war, wurden die Teigtaschen gewaschen und püriert, schliesslich in Sesam gewendet und gebacken. Die Sauce wurde reduziert und mit Tomatenchutney abgeschmeckt. Kuspi wollte mit indischen Gewürzen punkten. Seine Ravioli Taj Mahal überzeugten mit einer angenehmen Schärfe.

Meinrad Keel servierte der Jury gleich zwei verschiedene Gerichte, eines mit Gorgonzola, Artischocken und gedörrten Pfirsichen, das andere mit Krevetten, Avocado, Gemüse und Pilzen. Speziell bereitete Cora Dietschi ihre Teigtaschen zu. Die Sauce wurde mit Curry, Feigen und Petersilie verfeinert und das Ganze mit gefriergetrockneten Mehlwürmern dekoriert. Jacky und Patrick Sonderegger entschieden sich für vegetarische Ravioli, und Mägi Frei für die italienische Version mit Gemüse, italienischen Kräutern und Parmesan. Speck, Oliven, Zwiebel, Rettichsprossen und Appenzellerkäse waren die Zutaten, die Marco Sieber für seine Diepoldsauer Ravioli wählte, Andreas Inauen bewies, dass sich auch Ravioli für Raclette eignen. Nicht nur seine Präsentation, sondern auch die mit Lebensmittelfarben dekorierten Teller waren ein wahres Kunstwerk.
Die fünfköpfige Jury mit Andrea Jutz, Peter Federer, Peter Hofer, Eva Wrann und Göpf Frei hatte keine leichte Aufgabe, die besten Dosenravioli zu küren. Jedes Team präsentierte sein Gericht auf spezielle Art. Das Team «Gin Gin» reichte zu den Ravioli noch ein Gläschen Gin mit Pfeffer und Gurke, Andreas Inauen stellte auf seinen Teller ein Glas Grappa zum Verdauen. Nach einer halben Stunden stand der Sieger fest: Andreas Inauen mit seinen Raclette-Ravioli. Die Zaungäste durften nach Belieben kosten, Carlo Lorenzi trug mit
typisch italienischer Musik zum passenden Ambiente bei.
Wie alle von Kuspi initiierten Anlässe bleibt auch die «Ravioli-Pump-Action-Convention» ein einmaliger, aber auch aussergewöhnlicher Event.

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