A1-Sanierung: Vertrag unterzeichnet

ST.MARGRETHEN/RHEINECK. Als das Bundesamt für Strassen (Astra) im Dezember bekannt gab, die Autobahn-Sanierung im Rheintal werde verschoben, löste dies eine Welle der Empörung aus. Nun haben das Astra und die betroffenen Baufirmen einen Vertrag abgeschlossen.
25. Januar 2016, 08:01

Auf Anfrage schreibt das Astra, am 15. Januar sei ein Vertrag unterzeichnet worden, der mit der Arbeitsgemeinschaft Rheintal über die Sanierung des Autobahnabschnittes Rheineck–St.Margrethen abgeschlossen worden sei.

Die Hauptarbeiten sollen je nach Budget, das zur Verfügung steht, entweder im nächsten oder im übernächsten Jahr beginnen.

Entscheid Mitte Jahr

Die Frage, wann das Geld für die Sanierung endgültig gesprochen werde, beantwortet das Astra so: Mitte dieses Jahres solle der Entscheid fallen, ob die Hauptarbeiten 2017 oder 2018 beginnen.

Weil von der Verschiebung der Autobahnsanierung auch die neue Grenzbrücke St.Margrethen-Höchst betroffen ist, stellt sich die Frage, wann hier weitergebaut werden soll.

Das Astra schreibt hierzu, wegen der Verschiebung der Hauptarbeiten sei auch der Zeitplan für den Neubau der Grenzbrücke zu überarbeiten. Derzeit würden Abklärungen über das weitere Vorgehen laufen.

Im letzten Sommer hatte die Autobahn bei St.Margrethen und Rheineck Schlagzeilen geschrieben, weil wegen der enormen Hitze sogenannte Blow-ups auftraten: Der Asphalt platzte auf, die Höchstgeschwindigkeit auf dem betroffenen Strassenstück wurde auf 80 km/h gesenkt. Die heutige Fahrbahnoberfläche weist nach Auskunft des Astra aber keine markanten Fahrbahnschäden auf. Blow-ups wie im letzten Sommer kämen nur vor, wenn über mehrere Tage hohe Aussentemperaturen herrschten. Die Fahrbahn würde laut Astra rasch instand gesetzt, sollten wieder solche Blow-ups auftreten, so dass die Strasse bis zum Beginn der Hauptarbeiten funktionstüchtig bliebe. Im Sommer werde der Abschnitt Rheineck–St.Margrethen von der Gebietseinheit, die für den Unterhalt zuständig ist, regelmässig kontrolliert.

Gewerbe war empört

Mehr noch als die Blow-ups hat im letzten Monat der Entscheid des Astra Aufsehen erregt, mit der Sanierung der A1 bei Rheineck und St.Margrethen noch zuzuwarten, weil das nötige Geld nicht vorhanden war. Fünf Rheintaler Baufirmen hatten sich bereits eingehend vorbereitet, um zu Beginn dieses Jahres mit der Erneuerung zu starten. Verbände und Politiker reagierten umgehend und harsch.

Von einem Affront gegenüber dem Kanton und den beteiligten Firmen hatte der kantonale Gewerbeverband gesprochen. (gb/kla)


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