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Tagblatt Online, 22. Juli 2008 01:11:19

25'000 im Pfadiland

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(Bild: Bilder: Urs Jaudas)

BENKEN. Per Velo, zu Fuss und mit dem Zug und viel, viel Rucksack-Gepäck, als gelte es die Linthebene neu zu besiedeln: 23 000 Buben und Mädchen vom Wölfli bis zum Abteilungsleiter reisen in 1000 Gruppen aus der ganzen Schweiz in die acht Unterlager zwischen Ober- und Walensee an.

Christoph Zweili

Per Velo, zu Fuss und mit dem Zug und viel, viel Rucksack-Gepäck, als gelte es die Linthebene neu zu besiedeln: 23 000 Buben und Mädchen vom Wölfli bis zum Abteilungsleiter reisen in 1000 Gruppen aus der ganzen Schweiz in die acht Unterlager zwischen Ober- und Walensee an. 2000 Helfer sind bereits vor Ort. Radio conturafm ist schon seit Samstag auf Draht: «Leu», ein Jurist, zieht die Fäden, seine fliegenden Reporter begleiten die anreisenden Pfadis zu den Zielbahnhöfen in Benken, Bilten, Buttikon-Schübelbach, Uznach und Ziegelbrücke. Im Benkner Studio werden die Beiträge später geschnitten. Wären die Studio-Möbel nicht aus Brettern gezimmert, der Besucher wähnte sich nicht im Bundeslager. Ein Beispiel dafür, dass die Pfadfinderbewegung ihr Feld-Wald-und-Wiesen-Image abgelegt hat: «Wir wollen Brücken schlagen», sagt «Leu». Täglich eine halbe Stunde Sendezeit gehört den Bewohnern der Linthebene. «Wenn plötzlich 25 000 Pfadfinder hier einfallen, so ist das eine Invasion.»

Rappensteiner in «Fantasia»

1000 Gruppen aus der ganzen Schweiz sind es, die am Montag anreisen: Für zwei Wochen ist die Linthebene fest in Pfaderhand. Mit sechs Leitern, zwei Köchen und 13 Teilnehmern ist die in Abtwil, Engelburg und Winkeln verbreitete St. Galler Abteilung Rappenstein vom Corps Hospiz eine der kleineren Einheiten im Fantasia-Land, dem Unterlager zwei in Schänis mit 2500 Pfadern. Nach dem Einchecken sind sie durch ein Sturmloch in eine Welt eingetreten, «in der plötzlich die Sterne erloschen».

Wasser holen, Material fassen, Zelt aufstellen: «Volt», der ehemalige Abteilungsleiter, ist der einzige, der beim letzten Bula 1994 im Napfgebiet dabei war. Aber «Zwirbel» weiss, was sie erwartet: «Das ist der Höhepunkt meiner Pfadi-Karriere. Das werde ich mal meinen Kindern erzählen können.» Dazu wird dann wohl gehören, dass zum Schluss die Sterne in «Fantasia» wieder geleuchtet haben.

Pfadis aus Burkina Faso

Die Unterlager sind so zusammengesetzt, dass sich Pfadfinder aus verschiedenen Regionen der Schweiz begegnen. In «Fantasia» sorgen überdies Gäste aus Chile, Georgien, Österreich und Rumänien für ein internationales Flair, im Unterlager eins sind es Pfadfinderinnen aus Burkina Faso.

Heute beginnt das eigentliche Lagerprogramm. Die Pfadfinder besuchen Ateliers, bestreiten Wettkämpfe, schliessen Freundschaften, machen Ausflüge in die Region oder hören conturafm übers Internet, weltweit: Pfadi, das ist überall.







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