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Tagblatt Online
3. Februar 2016, 06:13 Uhr

Unheimeliges aus Husers Häusern

Er muss sich warm anziehen: Herbert Huser im Oktober 2015 nach der Nomination als SVP-Regierungsratskandidat. Zoom

Er muss sich warm anziehen: Herbert Huser im Oktober 2015 nach der Nomination als SVP-Regierungsratskandidat. (Bild: Michel Canonica)

Mehrere Rheintaler werfen dem Architekten, Kantonsrat und St.Galler SVP-Kantonalpräsident Herbert Huser ein fragwürdiges Geschäftsgebaren vor. Als selbstherrlicher und streitbarer Unternehmer sei er "charakterlich und fachlich" für die Regierung nicht geeignet.

MARCEL ELSENER/ ANDRI ROSTETTER/ REGULA WEIK

"Wohnpark Sonnenzeit" nennt sich die Überbauung am Stadtrand von Altstätten mit schöner Talsicht. Es ist der Wohn- und Bürositz des Architekten und SVP-Kantonsrats Herbert Huser, der derzeit zum zweitenmal für einen Sitz in der St.Galler Regierung kandidiert. Die 2007 erstellte "Sonnenzeit" mit zehn Wohnungen gehört zu Husers Vorzeigebauten, doch selber wird er nicht mehr lange dort wohnen.

"Wenn er auszieht, machen wir ein Fest", sagt Werner Oberholzer. Gemeint sind alle Mitbewohner – ausser Huser und seine Gattin. Denn gefeiert wird nicht der Bauherr, sondern dass er endlich weg ist. Der Grund sind langjährige Streitigkeiten: Es stinkt im Haus, buchstäblich wegen Husers Alpakas, aber auch im übertragenen Sinn. "Dank Herbert Huser musste ich zum ersten Mal in meinem Leben vor Gericht gehen", sagt Oberholzer mit bitterer Ironie. Er ist nicht der einzige, der mit Huser zerstritten ist – mittlerweile sind es alle Mitbewohner.

Zahlreiche Auseinandersetzungen

Dabei war Oberholzer, ehemaliger Altstätter FDP-Gemeinderat, zunächst Hausverwalter. Wegen Unstimmigkeiten warf er nach kurzer Zeit den Bettel hin. Ein Streitfall betraf den Passepartout für die Wohnungen und sonstigen Räume im Haus, den Huser trotz Beschluss der Stockwerkeigentümer nicht zurückgab (und dies bis dato nicht getan hat). Als Oberholzer eines Tages in seinem Keller am Handwerken war, stand unvermittelt ein junger Mann in der Tür – kein Einbrecher, sondern ein Lehrling, der Husers Winterpneus suchte. Daraufhin liess Oberholzer den Zylinder auf Kosten des Bauherrn auswechseln. Die strittige Rechnung führte zu einer Betreibung durch Huser und letztlich vor Kreisgericht.

Ebenfalls den Keller betraf ein zweiter Streit: Aufgrund eines zugesicherten, dann aber durch einen Boden im Garten abgedeckten Lichtschachts klagte Oberholzer bis vor Kantonsgericht, und er bekam recht. "Huser erfüllte den Vertrag nicht." Auch dies kein Einzelfall. So habe er die im Haus "zähneknirschend akzeptierten" Alpakas von zwei auf fünf und folglich auch "Gestank und Sauerei" vermehrt. Im Pachtvertrag sei die Haltung von Alpakas vereinbart – "ohne Zahlenangabe", hält Herbert Huser dagegen.

Stets schlechte Wahlergebnisse

Kleinigkeiten? Möglich, aber in ihrer Summe Grund für anhaltenden Ärger. Und wohl eine Erklärung, warum der Politiker in seiner Wohngemeinde Altstätten und im Rheintal bei Wahlen stets auf hinteren Plätzen landet. Bei den Regierungswahlen 2010 trat Huser gegen Beni Würth an, mit klarem Ergebnis: Würth wurde mit fast 60 Prozent der Stimmen gewählt, Huser kam auf 39 Prozent. Bei den Kantonsratswahlen 2012 erzielte Huser das zweitschlechteste Resultat der Bisherigen der Rheintaler SVP, in Altstätten lag er auf Platz vier seiner Partei. Ein Rheintaler Parteikollege sagt dazu trocken: "Die Einheimischen kennen ihn zu gut."

Huser sei "frech, arrogant und selbstherrlich", sagt Werner Oberholzer. "Man darf ihm nicht einmal den Fingernagel des kleinen Fingers geben…" Vorwürfe, die auch andere Kunden Husers machen. So das Bernecker Ehepaar Werner Indermaur und Anna Heldstab, das 2007 in der Widnauer Überbauung Sternabrugg eine Wohnung kaufte. Schon während der Bauzeit mit fünf verschiedenen Bauleitern ("sagt auch einiges") hätten sich unerfreuliche Änderungen und Mängel abgezeichnet, erzählt Indermaur. Wegen nicht behobener Mängel behielt er eine Zahlung zurück, worauf Huser mit einer Betreibung reagierte – Indermaurs erste überhaupt – und der Streit mit Klage und Widerklage vor Gericht eskalierte. Der Zwist wurde mit einem Vergleich und gegenseitigen Zugeständnissen beigelegt.

Doch Indermaurs Ärger ist nicht verflogen: "In meinem Beruf als technischer Kaufmann habe ich im Ausland oft anspruchsvolle Verhandlungen geführt, aber immer eine Lösung gefunden. Einen derart störrischen und uneinsichtigen Gesprächspartner wie Herbert Huser habe ich noch nie erlebt."

Der Regierungskandidat, der laut Wahlwerbung "St.Gallen als bürgerfreundlichen Kanton stärken will", kann fallweise sehr bürgerunfreundlich werden, wenn ihm etwas gegen den Strich geht. Oberholzer wie Indermaur sagen übereinstimmend, dass Huser bei Konflikten oft mit Einschüchterungen oder gleich mit Betreibungen und Klagen vorgehe. Ein streitbarer Mensch, der einen in die Enge treibe, bis man "die Faust im Hosensack macht oder zu einer Klage greift".

Unliebsame Erfahrungen mit dem SVP-Politiker hat auch Daniela Sieber gemacht. Die Rechtsanwältin und Mediatorin wohnte in der Huser-Überbauung Lindenpark in Widnau; sie ist inzwischen in die Innerschweiz gezogen. Huser gehe "von oben herab" mit den Leuten um, sagt sie. "Wer ihm nicht mit massivem Gegendruck begegnet, wird überrannt."

"Als Regierungsrat ungeeignet"

Das fragwürdige Geschäftsgebaren Husers beschäftigt auch Karl Stadler. Der Altstätter Unternehmer (SFS, Polygena) und ehemalige CVP-Kantonsrat betont, mit Huser "keine persönliche Fehde" zu haben, aber aufgrund "eigener Erfahrungen und Beobachtungen" zu wissen, dass der Mann "nicht gewählt werden darf". Stadlers eigenes Beispiel betrifft eine Vermietung Ende der 1990er in Altstätten: "Mir wurde noch nie eine Mietwohnung in einem solch schlimmen Zustand abgegeben wie jene an der Marktgasse, in der Herbert Huser gewohnt hatte." Treppengeländer, Böden, Kühlschrank und anderes mussten für Tausende Franken saniert oder ersetzt werden. "Huser hatte null Respekt vor Materialien und Werten, und das als Architekt." Dass die Rücksichtslosigkeit das "eigene Arbeitsgebiet" betreffe, sei bezeichnend für das inakzeptable Verhalten. Huser dagegen spricht von "einem Parkettschaden aufgrund eines defekten Kühlschranks während unser Ferienabwesenheit". Und: "Selbstverständlich ist der Schaden von der Haftpflichtversicherung gedeckt worden."

Als gut vernetzter Unternehmer hat Stadler Kenntnis von Husers langer Liste von Ungereimtheiten und Streitigkeiten. Stadler sieht in ihm einen "Opportunisten mit einer falschen Politik" und begründet dies mit dem "grenzwertigen Umgang mit Verfahren und Bewilligungen" und dem Bezug von günstiger Ware aus dem Ausland (wie österreichischen Fenstern). "Ich bin sehr für Freihandel, aber im Bauwesen braucht es verlässliche lokale Partner, bei denen es nicht nur um den billigen Preis geht." Huser entgegnet: "Die Aufträge für unser Haus gingen ausschliesslich an Schweizer Firmen." Dies lasse sich anhand der Werkverträge lückenlos belegen.

Huser richte sich stets gegen die Behörden, meint Stadler. "Und jetzt will er selber Behörde werden. Doch jemand, der nicht partnerschaftlich mit verschiedenen Interessengruppen politisieren kann, hat keine Basis für die Regierung." Stadler folgert: "Huser ist charakterlich, fachlich und von der Einstellung her nicht geeignet für die Regierung." Der ehemalige IHK-Vizepräsident Stadler schüttelt ob der Unterstützung von Huser durch die Wirtschaftsvereinigung den Kopf. "Obwohl mir klar ist, dass die IHK nur Bürgerliche unterstützt." Die jüngste Huser-Episode, die Stadler sauer aufstiess, war die Wahl von Räumen im St.Galler Nobelhotel Einstein für die Sitzungen der kantonsrätlichen Baukommission. "Dabei weiss ich als früherer Kantonsrat, dass der Kanton genügend eigene Sitzungsräume hat." Huser pflege als Kommissionspräsident auch in diesem Fall seine "typische Häfeli-Deckeli-Politik". Aus seinem Umfeld heisst es, er habe "einem guten Steuerzahler etwas zurückgeben wollen". Das Einstein gehört dem St.Galler Unternehmer Max Kriemler, der Huser wohl gern im Baudepartement sähe.

Huser gibt sich über all die Vorwürfe nicht überrascht: "Es wundert mich nicht, dass einige Leute, die mich seit Jahren auf jede erdenkliche Art zu bekämpfen versuchen und bisher nichts als Rückschläge einstecken mussten, genau jetzt diese 'Kampagne' starten."

Das Axpo-Manöver

Huser weiss allerdings selber gut auszuteilen. Erinnert sei an sein Täuschungsmanöver im Streit um die Spital-Standorte. Er warf der Regierung "Arbeitsverweigerung" vor, weil sie seinen Vorschlag für einen Spital-Neubau auf dem Axpo-Gelände in Rüthi nicht prüfen wollte. Nur: Die Axpo hatte längst abgesagt, sie sei an einem Verkauf nicht interessiert. Huser wusste davon, tat aber weiterhin so, als sei das Gelände zu haben. Im Februar 2014 griff er im Parlament die Regierung frontal an: "Es reicht, dass Teile der Regierung und der Verwaltung eine Hypothek für diesen Kanton sind. Ich bin froh, dass ich nicht Teil dieser Hypothek bin."

Umstrittene Bauten

Husers Architekturbüro, das 15 bis 20 Leute beschäftigt, hat keinen schlechten Ruf. Auf der Referenzliste figurieren auch Gewerbebauten wie die Lehrstätte des Autogewerbes in St.Gallen, ein Waffengeschäft in Altstätten und eine Fahnenfabrik in Sevelen. Doch immer wieder sind Husers Bauprojekte umstritten: In Altstätten etwa der Umbau des Gaiserbahnhofs oder die Felsenburg, von der Lokalzeitung einst "Burg des Grauens" betitelt. "Er ignoriert nicht nur die Einsprechenden und sucht Lücken in den Vorschriften, sondern schenkt 450 Unterschriften der Petition 'Rettet die Felsenburg' keine Beachtung", ärgerte sich ein Leserbriefschreiber. "Huser beweist, dass er es liebt, Extrempositionen einzunehmen und diese durchzuboxen, ohne Rücksicht auf Verluste für seine Mitmenschen."

Dass Huser seine Projekte auch gegen Vorschriften durchboxt, zeigt das Beispiel Berneck. Dort genehmigte der Gemeinderat im November ein zweites Baugesuch für die Überbauung "Rebenblick": 50 Quadratmeter des Baus entsprachen nicht den ursprünglichen Plänen und mussten im Nachgang bewilligt werden. Auch beim erwähnten Gaiserbahnhof hatte Huser diverse Details aus den offiziellen Bauplänen nicht eingehalten. Huser hält sec fest: "Wenn es Abweichungen vom bewilligten Projekt gibt, werden diese in Form eines Nachtraggesuchs zur Genehmigung eingereicht. Dies ist ein ganz normaler und vollkommen üblicher Vorgang."

"Wie naiv kann man sein?"

Selbst wenn man Huser keine Bösartigkeit unterstellen wollte, entsteht der Eindruck einer Person, die unzimperlich den eigenen Vorteil sucht und einen lockeren Umgang mit der Wirklichkeit pflegt. Und die zuweilen mit einer geradezu kindlichen Unbekümmertheit operiert. "Wie naiv kann man eigentlich sein?", fragte Kantonsrichter Luzius Eugster, als Huser wegen Schwarzzahlungen beim Verkauf von Einfamilienhäusern um 1985 und schweren Steuerbetrugs angeklagt war. Das Kantonsgericht reduzierte 1998 zwar das Urteil des Bezirksgerichts Werdenberg, doch wurde der damals 42-Jährige wegen Erschleichung einer Falschbeurkundung zu 14 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt.

Nun zieht Huser mit seinen Alpakas wieder einmal um. In Eichberg baut er auf einem Grundstück seines SVP-Kantonsratskollegen Walter Freund ein Wohnhaus. Weil der Boden in der Landwirtschaftszone liegt, verursachte das Bauvorhaben des Nicht-Landwirts Stirnrunzeln. Doch ist das Land laut Auskunft der Gemeinde rechtmässig "abparzelliert" worden.

In jüngster Zeit ist Huser auffällig unauffällig geworden. Er tritt moderat und betont freundlich auf. Prompt kursiert ein Witz: "Warum gibt es im Rheintal keinerlei Kreide mehr? – Weil Huser alle gefressen hat."



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MitdenkerSG (04. Februar 2016, 09:12)
Tatsache ist und bleibt....

Wäre Herr Huser ein Ausländer (auch wenn hier geboren)und die von seiner eigenen Partei und Meinung lancierte "Durchsetzunginitiative damals angenommen und in Kraft, wäre er 1998 "gegangen worden". Wohl ins Land des aufgehenden Sünnelis hinter den Berg gen Osten.
Das "schläckt kei Geiss weg" das war ein rechtskräftiges Gerichtsurteil mit Gefängnisstrafe (ob bedingt oder unbedingt spielt ja auch bei der Initiative keine Rolle). Alle anderen Vorwürfe/Rechtfertigungen sind Beilage. Darf ich jetzt wieder Gutmensch und Kleinkariert sein....ich bins gerne zu den Bedingungen!

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Dipl.Ing.Agr. (03. Februar 2016, 21:55)
SVP-Bashing?

Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Von wegen SVP-Bashing: Auch ein Monopolblatt kann es sich nicht leisten, unbelegte Vorwürfe zu verbreiten. Zu hoffen ist, dass das Tagblatt auch die anderen Kandidaten so genau unter die Lupe nimmt, damit wir sicher die Richtigen in die Regierung wählen. Bei Kanditat Huser frage ich mich einfach, ob jemand, der privat so mit seinen Kunden und Mitbürgern umspringt, die Interessen des Kantons wirksam vertreten kann? Oder für den alltäglichen Interessenausgleich sorgen, etwa als Bauvorsteher, wie ihm das in erster Linie vorschwebt? Zweifel sind gelinde gesagt angebracht.

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antimachia (04. Februar 2016, 09:17)
genau unter die Lupe nimmt..........................

Dipl.Ing.Agr. schreibt:
zu hoffen ist,dass das Tagblatt auch die anderen Kandidaten so genau unter die Lupe nimmt!!
Die zwei SP Kandidaten waren mitbesorgt,dass zwei vielfach(viele Delikte) verurteilte Ausländer die Schweiz nicht verlassen mussten!! Das Bundesgericht hatte die Landesverweise gesprochen und die SP Kandidaten haben Unterschriften gesammelt für ein Gnadengesuch,welches von der SP Dame wohlwollend(Parteifreundlich) gutiert wurde.Und dann gibts noch den Toggenburger Lachshändler,welcher Ware verkauft hatte ,die Gesundheitsschädigend waren! Dazu existieren noch Kassensturzfilme und Konsumentenberiche.
Das zur Antwort.Ich gehöre keiner PARTEI an.

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Aergernis (03. Februar 2016, 19:57)
Antwort auf SVP Bashing

Mein Beitrag unter Bauherr parteilos ist wahrheitsgetreu. Das ist nicht nur im geringsten als Hilfe für Huser oder SVP gedacht. Der Schreiber unter Déja vu ist wahrscheinlich ein Nachbar von meiner Liegenschaft. Bei mir war eine Baukostenüberschreitung von rund 600'000.00 und danach musste ich nochmals rund 100'000.00 für Behebung der Garantien/Mängel berappen. Aber ich konnte es ja nicht so stehen lassen. Zum Glück hatte ich das Geld - was ich aber nie wieder zurück bekomme - weil auch die Liegenschaft heute nie in diesem Umfange an Wert zugenommen hat. Wenn man vergisst, ein Mehrfamilienhaus an die Kanalisation anzuschliessen und nach dem Bezug des ersten Bewohners der erste unangenehme Wasserschaden entsteht, zweifelt man an der Fähigkeit dieser "Fachleute". Dass der Anschluss gemacht werden konnte, musste wieder alles aufgerissen werden. Akten liegen bei mir bereit. Es geht hier um Huser. Die SVP hat den falschen Mann nominiert.

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mecxx (03. Februar 2016, 17:27)
SVP Bashing

Könnte das nicht wieder das übliche SVP Bashing dieses Monopol-Blattes sein? Dabei sollte dem Blatt klar sein, dass etwa 30% der Leser SVP-Wähler sind; vermutlich wären es heute noch mehr.

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Aergernis (03. Februar 2016, 15:40)
Parteiloser Bauherr

Es ist einige Jahre her und ich habe durch Husers Architekturbüro ein Mehrfamilienhaus bauen lassen. Dies endete fast in einer Katastrophe. Baukostenüberschreitungen, Mängel - sogar Tausende hat es noch nach 5 Jahren gekostet. Huser stand zu nichts. Mein Anwalt hat mir geraten, einen schlechten Vergleich einzugehen, was ich heute nie mehr machen würde. Der Ordner voller massiven Schreiben von Huser belegen dies. Ein Partner von mir, der auch mit involviert war, könnte auch ein Lied über die nicht gehaltenen Versprechen singen.
Darum kann ich nachvollziehen, dass man wirklich zum Schluss kommt, dass eine Wahl zum Regierungsrat kaum dem Bürger etwas bringt. Nochmals: Parteilos

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vesche (03. Februar 2016, 12:18)
Reaktionen lassen tief blicken

Die Reaktionen von Husers Parteigängern lassen tief blicken, was ihre Haltung zu den Medien, der vierten Gewalt im Staat betrifft. Das ist keine Schlammschlacht sondern, ein sauber recherchierter Artikel, es kommen viele glaubwürdige Stimmen zu Wort, die alle ähnliche Erfahrungen mit Huser gemacht haben. Auch Huser selber kann Stellung nehmen, das seine Rechtfertigungen so dünn ausfallen, ist nicht Schuld der Journalisten. Dass die SVP so einen Kandidaten portiert, ist fast schon als Beleidigung des Wählers einzustufen.

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ith.eduard (03. Februar 2016, 11:14)
SVP Kantonsrats-Kandidat wehrt sich für Huser

Herr Brack, dass Sie sich als SVP Kantonsratskandidat - Wahlkreis Wil, Liste 2.08 - für RR-Kandidat Huser einsetzen ist grundsätzlich legitim. ABER:

In Casus geht es nur um Tatsachen und zwar um belegbare Fakten! Deshalb greift Ihre Behauptung völlig ins Leere! Es sind in diesem Bericht angesehene Personen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich zu Wort gemeldet haben und ihre Aussagen begründen sich auf Tatsächlichkeiten.

Seien Sie mal ehrlich: Herbert Huser ist ja in der eigenen Partei nicht unumstritten. Letztes Beispiel Dominik Gmür, Kantonsratskandidat See-Gaster, den Huser auf Grund Gmürs Meinung die er öffentlich zur Überlegung stellte, einfach in den Medien zusammenstauchte.

Der Bericht im Tagblatt ist sauber recherchiert und entspricht den Tatsachen. Kann der Betroffene beweisen, dass dem nicht so ist, hat er das Gegendarstellungsrecht.

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Frische_Luft (03. Februar 2016, 10:57)
Wahlkampf - Schlammschlacht

Ein ehemaliger CVP-Kantonsrat und ein früherer FDP-Stadtrat und ein paar weitere Frustrierte sind keine Freunde von Regierungsratskandidat Herbert Huser und erheben massive Vorbehalte gegen ihn. Das dürfen sie machen, auch wenn ihre Vorwürfe zum Teil auf Vorkommnissen aus dem letzten Jahrhundert (1985 bis 1990) basieren und zum Teil echt kleinkariert sind.
Wenn nun aber das Ostschweizer Monopolblatt seine liberale Maske fallen lässt und eine ganze Zeitungsseite in diese Schmutzkampagne aus dem CVP/FDP-Filz investiert, ist das eine ganz grosse Sauerei, die mindestens so stark stinkt wie Husers Alpakas. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Ein <Schäm di> an die verantwortlichen drei (!) Redaktoren und ein grosses <Pfui> an die verantwortliche Chefredaktion.
Konsequenz: Keine Stimme für Kandidaten aus dem CVP/FDP-Filz!

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MitdenkerSG (04. Februar 2016, 09:05)
Im heutigen SVP Jargon und Willen....

Was Sie das so als Lapalie und Kleinkariert darstellen. (Es ging um eine Gefängnisstrafe wegen Staatsschädigung im Bereich Falschbeurkundung und Schwarzgeld). Genau so ein Delikt hätte gereicht das, wäre er ein Ausländer, nach in der gleichen Abstimmung, Durchsetzungsinititiv Willen er ausgewiesen worden wäre.
Was denn nun liebe Damen/Herren aus der sünneli Fraktion. Bei Schweizern Regiergungsrats Kanditaur Tauglichkeit weil kleinkarierte Lapalien "aus dem letzten Jahrhundert" und bei Ausländern (auch wenn hier geboren) absolut schlimmes Delikt eines Verbrechers gegen das Volk den man sofort und für ewig ausweisen müsste. Ich weiss wo das sünneli aufgeht...im Osten...im Morgenland...da wo gerade alle Flüchtlinge herkommen...weil dort die Menschenrechte so hoch gehalten werden. Ich persönlich nehme solche Logo/Symbole sehr ernst. Aufgehendes Sünneli hinter dem Berg! Kleinkariert und Gutmensch bin ich da gerne!

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ith.eduard (03. Februar 2016, 11:23)
Kleinkariert???

Aha:
Steuerbetrug und Urkundenfälschung sind also kleinkleinkarierte Delikte?

Das Parlament, die Regierung und den Souverän in der Feb.-Session 2014 anzulügen (Kausa Axpo-Grundstück Rüthi, Spitaldebatte) und einen Teil der Regierung zu desavouieren, das sind alles nur Peanuts, oder wie?

@Frische_Luft, wer Sie auch wirklich sind, aber Ihr Pseudonym passt. In der SVP braucht es wirklich frische Luft, da sind zu viel wohl eingenebelt.

Anbei: Gehöre als bürgerlicher Mittelständler keiner Partei an!

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harrybrack (03. Februar 2016, 09:57)
Wenn Wahlkampf zur Schlammschlacht verkommt

Der Bericht über Herbert Huser schockiert mich. Nicht etwa wegen den angeblichen Beschuldigungen, sondern dass sich eine Zeitung hergibt, für eine gewollte FDP-CVP Schlammschlacht, eine ganze Seite zu widmen. Zumal die Veröffentlichung eines solchen Berichtes Fragen aufwirft. Wieso so einseitig? Warum keine Stellungnahme von Herbert Huser in derselben Ausgabe? Dass es hier nicht um Tatsachen geht welche relevant sind, sondern nur eine absolut naive, billige Kampagne der CVP und FDP gestartet wird, erklärt sich selbst wenn man den Artikel liest. Mit fairem Wahlkampf hat das nichts zu tun, sondern ähnelt vielmehr einer Bananenrepublik, welche sich die CVP und FDP anscheinend in unserem Land wünscht. Herbert Huser als charakterlich und fachlich als nicht geeignet für die Regierung zu betiteln, verrät alleine schon mit welchem Gedanken sich die Urheber dieses Schreibens auseinandersetzen. Pfui an den Urheber dieses Schreibens!

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