St.Galler Tagblatt Online, 07. Juni 2012 13:47:00
Trotz Protesten höhere Studiengebühren
HSG-Studenten protestierten gegen die Erhöhung der Studiengebühren. (Bild: Urs Jaudas )
ST.GALLEN. Studieren an der Universität St.Gallen (HSG), der Fachhochschule St.Gallen (FHS) sowie an den Hochschulen für Technik in Rapperswil (HRS) und Buchs (NTB) wird teurer. Der Kantonsrat stimmte einer Erhöhung der Studiengebühren zu.
SP und Grüne wehrten sich in der Debatte zum Sparpaket II am Donnerstag einmal mehr erfolglos. Der Rat beschloss die Erhöhung der Studiengebühren mit 76 zu 30 Stimmen.Demnach steigen die Semestergebühren der drei Fachhochschulen von 800 auf 1000 Franken. Noch stärker werden die Studierenden der Universität HSG zur Kasse gebeten: Für Schweizer Studierende auf der Masterstufe werden die Gebühren von heute 2200 Franken pro Jahr um bis zu 800 Franken, für Ausländer von heute 4400 um 2000 bis 3000 Franken erhöht.
Dem Kanton bringt dies schätzungsweise 3,3 Millionen Franken pro Jahr zusätzlich. Das linksgrüne Lager kritisierte, die Studiengebühren der HSG gehörten bereits jetzt zu den höchsten der Schweiz. Die Fachhochschulen würden mit der Erhöhung die teuersten der Schweiz. Höhere Studiengebühren würden Jugendlichen aus ärmeren Familien den Zugang erschweren.
Die Bürgerlichen verglichen die Gebühren der HSG mit jenen von renommierten ausländischen Universitäten, welche noch weit mehr verlangen. Zudem sei es für Studierende zumutbar, ein Studiendarlehen aufzunehmen und später zurückzuzahlen, wurde argumentiert. (sda)
Diesen Artikel finden Sie auf St.Galler Tagblatt Online unter:
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/tb-sg/Trotz-Protesten-hoehere-Studiengebuehren;art122380,3009323
Copyright © St.Galler Tagblatt AG
Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von St.Galler Tagblatt Online ist nicht gestattet.