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Tagblatt Online, 05. Mai 2012 19:48:00

Resolution für sofortige Schulsanierung in Sargans

QUARTEN. Die Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee fordert in einer Resolution die rasche Sanierung der Kantonsschule Sargans. An ihrer Hauptversammlung wurde auch über den militärischen Flugraum «Speer» informiert.

Das 49-jährige Schulgebäude in Sargans weise mittlerweile zahlreiche bauliche Mängel auf, hiess es am Samstag an der 58. Hauptversammlung der Talgemeinschaft Sarganserland-Walensee (TSW) in Quarten. Dass eine Sanierung nötig sei, habe die St.Galler Regierung schon 2009 erkannt und eine Vorlage ausgearbeitet. Diese sei nun zum zweiten Mal hinausgeschoben worden, kritisierte alt Kantonsrätin Maria Walser, die Präsidentin der Kommission Bildung der TSW. Eine Verschiebung verteuere das Projekt nur. Mit der einstimmig gefassten Resolution wird verlangt, Sanierung und Ausbau der Kantonsschule Sargans seien umgehend zu realisieren.

Leisere Flugzeuge
Ein Thema waren auch die Trainingsflüge der Schweizer Luftwaffe im Flugraum «Speer», in dem sich mehrere Tourismusgebiete befinden. Die Propellermaschinen PC-21, mit denen Militärpiloten auf ihren Einsatz im Kampfjet F/A-18 vorbereitet werden, erzeugen einen zwar nicht übermässig lauten, dafür aber unangenehm hohen surrenden Ton. Dies führte zu Reklamationen aus Tourismuskreisen. Wie Luftwaffenchef Markus Gygax an der Versammlung mitteilte, haben Untersuchungen ergeben, dass die Spitzen der Propeller die grösste Lärmquelle sind. Deshalb sollen die Propeller des PC-21 neu lärmarm konstruiert werden. Der Flugraum «Speer» liegt zwischen Glarus, der Grenze zu Liechtenstein, Urnäsch AR und Schänis SG. Laut Gygax ist die Pilotenausbildung auf dem PC-21 nur halb so teuer wie mit einem Kampfflugzeug, und es entsteht auch nur halb so viel Lärm. Zudem können der Schadstoffausstoss um 90 Prozent und die Zahl der lauten Jetflüge um 2500 pro Jahr reduziert werden. In jedem der drei Lufträume finden jährlich rund 200 Trainingsflüge à 30 Minuten statt.

Unterstützung für mehr Bahn
Die St.Galler Regierungspräsidentin und Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP) rief dazu auf, das Ostschweizer Bahnprojekt Bodensee-Rheintal-Y zu unterstützen. Seit 1921 existiere das Projekt zum Doppelspurausbau im Rheintal, das kürzere Fahrzeiten ermöglichen würde. Doch es sei vom Bund immer wieder hinausgeschoben worden, kritisierte sie. Die Sarganserländische Talgemeinschaft wurde 1954 als Selbsthilfeorganisation gegründet. Sie setzt sich für wirtschaftliche, soziale, kulturelle und Umweltbelange der Region Sarganserland Walensee ein. Ihr gehören 611 Mitglieder an. (sda)



Leser-Kommentare:
1 Beitrag

Kommentar lesen

adolfk31 (06. Mai 2012, 05:48)
Liegt die Zukunft der Flugwaffen gar ...

von ferngelenkten, unbemannten Flugis ab, wie es uns die Amerikaner weltweit erfolgreich vor machen ? - Da werde doch Erinnerungen an unsere einstige Parade Kavallerie plötzlich wieder wach gerüttelt gogen…..

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