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Tagblatt Online, 12. September 2012, 11:15 Uhr

Nur noch eine Pensionskasse für Staatsangestellte

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Lehrer und Staatsangestellte sollen die gleiche Pensionskasse haben. (Bild: Luca Linder/Archiv)

ST.GALLEN. Das Personal der St.Galler Staatsverwaltung und die Lehrer sollen ab 2014 die gleiche selbständige Pensionskasse haben: Die Regierung hat eine Gesetzesvorlage verabschiedet und legt diese dem Kantonsrat vor, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.


Das Parlament befasst sich gemäss Communiqué voraussichtlich in der Novembersession mit dem Geschäft. Mit der Zusammenlegung der Versicherungkassen VKstP (Staatspersonal) und KLVK (Lehrer), und der Verselbständigung und Ausfinanzierung der dannzumal St.Galler Pensionskasse genannten Einrichtung, erfüllt der Kanton Bundesrecht.

Mit dem Begriff “Ausfinanzierung“ meint die Regierung, dass der Deckungsgrad der neuen Pensionskasse 100 Prozent betragen soll. Die genauen Kosten dafür liessen sich gegenwärtig nicht beziffern, heisst es. Die Regierung geht derzeit aber von einer konsolidierten Unterdeckung von gegen 270 Millionen Franken per Ende 2013 aus.

Dieser Betrag soll über die Investitionsrechnung aktiviert und über 40 Jahre abgeschrieben werden. Daraus resultieren für den Kanton jährliche Abschreibungspflichten von sieben Millionen Franken. Der Kanton rechnet noch vier Millionen Franken Zinskosten hinzu und kommt auf jährlich elf Millionen Franken zu Lasten der Rechnung. (sda)

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Leser-Kommentare:
6 Beiträge
ith.eduard (15. September 2012, 10:57)
@Schwizer: Eine Pensionskasse

Da macht Schwizer aber noch einen entscheidenden Denkfehler. Das System der Pensionskassen ist nicht mit jenem der AHV telquel zu setzen, denn:

Firmenpensionskassen sind auch eigene Hausbanken für Investitionen. Gerade bei grossen Unternehmen. Bsp. Migros oder Coop, da fliesst richtigerweise einiges Geld in die eigenen Immobilien. Z.B. Migrosmarkt mit darüber liegenden Wohnungen, die dann zu eine vernünftigen Preis vermietet werden (sollten?!)

Natürlich ist es nicht unproblematisch, wenn Firmen für Ihre Investitionen auf die eigene PK greifen (Verlustgefahr bei Konkurs), das kann aber mit den nötigen scharfen Gesetzen geregelt werden, wie auch das Ausufern der Verwaltungskosten.

Meine Meinung: CEO's von Sozialversicherungs-Institutionen (Krankenkassen, Pensionskassen, Unfallversicherung) dürfen nicht mehr Gehalt bekommen, wie ein Bundesrat. Da muss der Hebel endlich angesetzt werden!

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mercator (13. September 2012, 09:26)
...staatlicher Selbstbedienungsladen.....

Die Selbstbedienungsmentalität gewinnt immer mehr an Boden, wie man hier feststellen kann. Offenbar macht das aber den meisten Steuerzahlern nicht viel aus, sonst müsste diese Kolummne vor lauter kritischen Einwendungen überquellen....Auch gabs mal eine Zeit, da haben sich Zeitungs-Redaktionen diesem Thema kritisch angenommen. Seinerzeit, als sich die Medien nicht als verlängerten Arm der bürokratisch-sozialistischen Oberschicht verstanden.

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schwizer (15. September 2012, 02:09)
Was wir brauchen...

...ist EINE Pensionskasse für alle - EINE Gesundheitskasse in der Schweiz für alle! Ähnlich wie AHV - oder SUVA - damit können alle Leistungen ZENTRAL gesteuert werden - der Prämienzahler würden dann nicht überall einen massiven Beitrag an all die Direktoren, Vizedirektoren, Generaldirektoren, Sektionsdirektoren, Weihnachtsessen, Ausflüge ins Grüne und allen sonst noch unnötigen Unfug bezahlen, dann hätte es mehr für ALLE! Ein JEDER Pensionskassenbesitzer sollte sein Konto und Portfolio selbst verwalten können - einfach, schnell, sicher, unkompliziert online - oder übers Telefon oder Fax! So kann man dann z.B. selbst bestimmen wie viel Geld wo, und mit wie vielen Prozenten wie angelegt wird - ob man das Standardprofil mit einem guten Mix in Aktien, Obligationen, Cash, Immobilien, Fixzins, etc. oder ein höheres oder ein niedrigeres Risiko gewählt wird! Wie bei Säule 3A - gleichzeitig schult man den Bürger aktiv in Vermögensverwaltung!

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ith.eduard (12. September 2012, 19:31)
@ZAPEMO: Genau Sie sprechen es an!

Es ist schon eklatant, wie die St. Galler Regierung es fertig bringt Rechtsungleichheit unter dem Staatspersonal zu schaffen!

Was ist mit all den Staatsangestellten die in der PKSG (Pensions-Kasse-St.Galler-Gemeinden) beitragspflichtig sind?! Seit Jahren leisten Sie einen monatlichen Zusatzbeitrag in Folge Unterdeckung, bzw. zur Deckungssicherung!

Für die feine Lehrerschaft und die Abgehobenen Staatsangestellten vom Kanton, da ja da soll's der Steuerzahler wieder richten. Das ist nicht nur praktizierte Rechtsungleichheit zwischen Angestellten im öffentlichen Dienst, sondern auch eine kaltschnäuzige Arroganz. Warum? Weil eben jene Beitragszahler der PKSG über die Steuern auch noch für die Anderen Staatsangestellten mitfinanzieren sollen.

SO NICHT! Dann muss auch hier wieder das Volk das letzte Wort haben, auch wenn die Referendumsfrist wieder elegant über Weihnachte und Neujahr gelegt wird!

Demokratieverhinderung zwecklos!

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Zapemo (12. September 2012, 17:49)
und meine PK

Meine PK hat auch eine Unterdeckung. Uebernimmt der Kanton auch diesen Fehlbetrag?

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adolfk31 (12. September 2012, 16:52)
Wie früher im Militär ....

nur noch "Einmanns Kost" für (beinahe) Alle !

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