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Tagblatt Online, 16. Mai 2012 15:15:00

Keine Angst vor Ausschreitungen

FCSG-Aarau

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St.Galler Fans warten in Locarno auf den Schlusspfiff: Am Samstag dürfen sie in der AFG Arena den Aufstieg ihres Teams feiern. (Bild: Keystone)

FUSSBALL. Am Samstag um 18 Uhr spielt der FC St.Gallen zum letzten Mal in dieser Saison vor eigenem Publikum. Gegner im Spitzenspiel ist Aarau – bei den Fans nicht gerade der beliebteste. Angst vor Ausschreitungen hat Fanarbeiter Alex Hasler aber nicht.

Maria Kobler-Wyer

Der FC St.Gallen trifft im letzten Heimspiel der Saison auf den FC Aarau. Während die St.Galler bereits den Aufstieg bejubeln konnte, kämpfen die Aargauer noch um einen Barrage-Platz. Im Vorfeld dieser Begegnung sorgt aber regelmässig auch die Feindschaft zwischen den beiden Fangruppen für Gesprächsstoff. Für Benjamin Lütolf, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei, birgt das Spiel «ein gewisses Risiko». Ein Hochrisiko-Spiel sei es aber nicht. «Wir stufen die Partie in der mittleren Kategorie ein, tiefer als ein Super-League-Spiel», erklärt Lütolf. Die Aarau-Fans werden beim Bahnhof Winkeln aussteigen und dann zu Fuss ins Stadion begleitet.

«Ein Spiel wie jedes andere»
FCSG-Fanarbeiter Alex Hasler ist zum ersten Mal bei einem Aarau-Spiel im Einsatz. «Für uns läuft das Spiel ab wie alle Spiele», sagt er gegenüber Tagblatt Online. «Der Aufstieg ist geschafft – die Situation hat sich beruhigt.» Die Fanarbeiter treffen sich regelmässig mit den Fans, sind auch im Fanlokal dabei. «Klar, Aarau ist nicht der beliebteste Gegner», sagt Hasler. «Aber ich habe keine Angst vor Ausschreitungen.» Er fokussiere lieber auf die Aufstiegsfeier nach dem Spiel (siehe Kasten).

Situation entschärft
Auch Leo Locher, Sicherheitsverantwortlicher beim FC Aarau, sieht der Partie positiv entgegen: «Anders als vor dem Spiel gegen Brühl sind dieses Mal Absprachen mit der Polizei vorhanden.» Das sei sehr wichtig. Konkrete Angaben konnte er jedoch nicht machen. «Abklärungen sind noch im Gange», so Locher.  Durch den Aufstieg der St.Galler habe sich die Situation spielerisch entschärft. Um mehr – nämlich einen Barrage-Platz – geht es bei Aarau. Wie sich das auf das Verhalten der Fans auswirkt, kann der Sicherheitsverantwortliche noch nicht sagen. «Das wird sich erst gegen Ende Woche zeigen», sagt Locher. «Lassen wir uns überraschen.»

Pokalübergabe und Aufstiegsfeier nach dem Spiel
Zwei Runden vor Schluss steht der FC St.Gallen als Meister der Challenge League und damit als Aufsteiger fest. Nun dürfen die Spieler auch den Pokal bereits vor dem letzten Saisonspiel entgegen nehmen – nämlich nach dem Heimmatch gegen Aarau. «Wir wissen noch nicht, ob der Pokal auf dem Feld oder auf der Tribüne übergeben wird», sagt FCSG-Mediensprecher Daniel Last gegenüber Tagblatt Online. «Nach der Partie werden zudem die Spieler verabschiedet, die den Klub verlassen.» In der Folge werde sich die Mannschaft auf der Plattform vor dem Stadion den Fans zeigen. «Anschliessend wird in der "Villa Wahnsinn" weitergefeiert», sagt Last. (maw)



Leser-Kommentare:
2 Beiträge

Kommentare lesen

h.wie.heiri (16. Mai 2012, 19:08)
ein klasse artikel

bravo tagblatt, wieder mal geschafft. ein artikel wie aus dem nichts um wieder mal der frage nach zu gehen:"passiert wohl dieses mal etwas?"

äusserst erbärmlich und bedenklich für diese zeitung. stellt man sich in der redaktion auch mal die frage ob die ganze ultra/hooligan debatte nicht einfach den klick-zahlen auf online-medien zugut kommt? was ist die begründung für so einen artikel? gabs in dieser saison zuhause einmal ausschreitungen?

aber solche fragen stellt man sich wohl nicht wenn sich die redaktion überlegt ob sie mal wieder über die ach-so-bösen fussballfans schreiben will.... man machts ja nur... naja ihr wissts ja selber weshalb.

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Thurgauer71 (16. Mai 2012, 16:46)
Tschüss

«Nach der Partie werden zudem die Spieler verabschiedet, die den Klub verlassen.» interessiert das dann noch jemanden? Im Normalfall wird das mit Blumen vor einem Spiel gemacht.

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