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Tagblatt Online, 14. November 2012, 16:55 Uhr

Gemeindepräsidenten wollen Lehrerlöhne nicht kürzen

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Den Lehrern soll der Lohn nicht gekürzt werden, dafür sollen sie auf eine Pensenreduktion verzichten. (Bild: ky/Gaetan Bally)

ST.GALLEN. Die Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidenten (VSGP) ist gegen eine Lohnkürzung für die Volksschullehrer im kommenden Jahr. Sie empfiehlt dem Kantonsrat, auf diese Sparmassnahme zu verzichten.


Nachdem der Kantonsrat den Lehrerinnen und Lehrer eine geplante Entlastung um eine Wochenlektion verweigert hatte, sieht es die VSGP als fair an, den Lehrern jetzt nicht auch noch die Löhne zu kürzen. Dies schreibt die VSGP in einer Stellungnahme vom Mittwoch. Die VSGP war gegen eine Reduktion der Lehrerpensen.

Die Regierung schlägt vor, die Löhne des Staatspersonals im kommenden Jahr befristet um 1,5 Prozent zu kürzen. Betroffen sind die Verwaltungsangestellten, das Spitalpersonal, die Polizisten, die Berufs- und die Mittelschullehrer. Der Kanton spart dadurch 16 Millionen Franken.

Die Volksschullehrkräfte sind von den Gemeinden angestellt, ihre Anstellungsbedingungen werden aber vom Kanton geregelt. Nach dem Vorschlag der VSGP käme es zu einer Ungleichbehandlung der Volksschullehrer und der Berufs- und Mittelschullehrer.

Die VSGP verlangt von den Volksschullehrern eine Gegenleistung für den Verzicht auf eine Lohnkürzung: Die Lehrer sollen ihre Forderung einer Pensenreduktion «generell fallen lassen», heisst es im Communiqué. (sda)

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Leser-Kommentare:
3 Beiträge
ith.eduard (16. November 2012, 12:14)
KEIN VERBANDSBESCHLUSS

Der VSGP sei gegen die Lohnkürzungen bei den Volksschullehren, so die obige Medienmitteilung.

DAS IST SO NICHT RICHTIG!
Richtig ist, dass dies kein demokratischer Beschluss aller Verbandsmitglieder des VSGP ist. Diese Aussage ist die Meinung des Vorstandes und der Arbeitsgruppe (Präsidenten) des VSGP um den FDP-Kantonsrat Beat Tinner, der auch Gemeindepräsident von Azmoos ist!

Zu behaupten der VSGP als Ganzes - sprich die Vereinigung – sei gegen die Lohnkürzung, ist unredlich, weil es zu dieser Frage keinen demokratischen Beschluss gibt, wo alle Mitglieder befragt und darüber abgestimmt wurde.

Da bleibt nur die Frage: Ist es die Aufgabe bürgerlicher Volksvertreter - Exekutivmitglieder - für eine mögliche Rechtsungleichheit beim Staatspersonal zu lobbyieren? Meiner Meinung nach, sicher nicht.

Beat Tinner ist gut beraten, seine Haltung als Präsident VSGP und bürgerlicher Kantonsrat nochmals zu überdenken!

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JustMe (15. November 2012, 21:11)
Da sind Sie aber schlecht informiert, werter Krambambulin...

Das Gegenteil ist auf der Primarstufe der Fall (siehe Punkt 5): http://www.conviva-plus.ch/index.php?page=585

Auch ich zahle Steuern grinsen

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krambambulin (15. November 2012, 13:31)
St.Galler Lehrerkollege verdient rund 2'000 Franken mehr

Kein Witz! Beim Vergleich der Lohntarife wurde festgestellt, dass ein St.Galler Lehrer rund 2'000 Franken mehr für gleiche Arbeit bekommt als der Berner. Um dies zu kompensieren, müsste der St. Galler Kollege ein paar Jahre lang für die Hälfte arbeiten zwinkern
Gruess vom Steuerzahler

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