Tagblatt Online, 15. Mai 2012 14:17:00
600 Wohnungen auf Erzaufbereitungs-Gelände
Das Modell Malerva Nord: Rund 600 Wohnungen könnten hier entstehen. (Bild: BASK Architektur Städtebau)
SARGANS. Die Eisenbergwerk Gonzen AG will das elf Hektaren grosse Areal der ehemaligen Erzaufbereitung in Sargans zur Bebauung freigeben. In den nächsten 20 Jahren sollen dort rund 60 Gebäude mit etwa 600 Wohnungen entstehen.
Am Dienstag wurde in Sargans eine Überbauungsstudie vorgestellt, die der Verwaltungsrat der Eisenbergwerk Gonzen AG in Auftrag gegeben hatte. Sie ist von einer 16-köpfigen Jury aus fünf Studien als die beste ausgewählt worden. Das Areal soll etappenweise verkauft und überbaut werden, sagte Verwaltungsrat Willi Eugster.«Gut durchdacht»
Das Ziel der Studien sei ein städtebauliches Gesamtkonzept von hoher Qualität mit Vorstellungen zur angestrebten Bebauung gewesen, sagte Jurypräsident Franz Eberhard, ehemaliger Stadtplaner von Zürich. Die Siegerstudie diene als Rahmen für die weitere Planung und als Grundlage für die Ausarbeitung konkreter Projekte. Die ausgewählte Studie ist laut Eberhard gut durchdacht, passt gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung und ermöglicht verschiedene und spannende Lösungen. An den Studien arbeiteten Planungsteams aus den Fachbereichen Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Verkehr mit.
Kiesaufbereitung und Führungen
Die 1919 gegründete Eisenbergwerk Gonzen AG gehört den Technologiekonzernen Georg Fischer, Schaffhausen, und Sulzer, Winterthur. Nach der Betriebseinstellung im Jahr 1966 wurde das Areal in Sargans vermietet und für die Kiesaufbereitung genutzt. Im Bergwerk werden seit 1983 Führungen angeboten. (sda)
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