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Tagblatt Online, 28. Oktober 2009 19:21:00

Gummischrot gegen GC-Hooligans

Polizeieinsatz Zoom

GC-Anhänger reissen den Sicherheitszaun herunter und werden mit Tränengas eingedeckt. (Bild: Bild: Urs Jaudas)

ST.GALLEN. Vor dem Spiel des FC St.Gallen gegen die Zürcher Grasshoppers ist es zu massiven Ausschreitungen gekommen. Die Polizei musste mit Gummischrot und Pfefferspray gegen GC-Anhänger vorgehen.

Sarah Gerteis

Begonnen haben die Scharmützel gemäss Benjamin Lütolf, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei, rund 200 Meter vor dem Bahnhof Winkeln. GC-Anhänger zogen offenbar kurz vor der Einfahrt die Notbremse des Extrazuges und machten sich zu Fuss auf zum Bahnhof. Anschliessend setzten sie ihren Weg zur AFG Arena auf der Herisauer Strasse fort.



«Unterwegs zündeten sie sehr viel Pyro», sagte Lütolf auf Anfrage. Zudem bewarfen sie die Polizei gemäss Medienmitteilung mit Steinen und Petarden. Bei der Verzweigung Herisauer Strasse / Zürcher Strasse rissen die GC-Hooligans den Absperrzaun nieder und blockierten die Zürcher Strasse.

800 GC-Anhänger
Gemäss Lütolf habe die Polizei wegen der Ausschreitungen «massiv Gummischrot und Pfefferspray» einsetzen müssen. Augenzeugen sprachen auch von einem Tränengas-Einsatz. Schliesslich konnte die Polizei die geschätzten 800 GC-Anhänger zum Gästesektor lenken. Neun Personen wurden festgenommen.

Rauch und Flammen während dem Match
Wegen der Randale wurde das Spiel mit drei Minuten Verspätung angepfiffen. Und auch während des Spiels gaben ein paar aggressive GC-Fans keine Ruhe. Wieder zündeten sie Pyro und richteten die Petarden auch gegen die Nachbarsektoren. Zudem verbrannten sie eine Fahne des FC St.Gallen. Der Brand musste durch die Feuerwehr gelöscht werden.

Beim Westcenter randaliert
Nach dem Spiel kam es erneut zu Krawallen. Die Hooligans randalierten gemäss Polizeisprecher Lütolf auf Höhe des Westcenters und bewarfen Matchbesucher sowie Ordnungskräfte mit allen möglichen Gegenständen. Wieder musste die Polizei Gummischrot und Pfefferspray einsetzen. Anschliessend zogen die Randalierer zum Bahnhof und stiegen in den Extrazug ein, der mit Verspätung nach Zürich losfuhr.

Drei Personen leicht verletzt
Bei den Auseinandersetzungen wurden drei Personen, darunter auch eine Polizistin, leicht verletzt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Staatsanwaltschaft hat gegen acht festgenommene Personen ein Strafverfahren eröffnet.








Leser-Kommentare:
2 Beiträge

Kommentare lesen

rw (30. Oktober 2009, 17:41)
Rigoros durchgreifen und Kosten abwälzen

Wie Hr. Müller muss ich mich auch fragen wie es möglich ist dass selbst im Station immer noch Pyros abgebrannt werden.
Es kann nur einen Weg geben:
1. Der Gesetzgeber muss die Gesetzte so verschärfen, dass klar ist wer im Stadion wo sitz.
2. Die Polizei muss rigoros durchgreifen und notfalls die Randalierer in Massen zeitweise festnehmen oder direkt zurücksenden.
3. Die Kosten müssen konsequent zu 100% den Klubs auferlegt werden. Nur so lernen diese endlich sich echt mit dem Problem auseinander zu setzen.
4. Der Klub soll überhaupt nicht mehr mit den Fanklubs kommunizieren. Der Klub macht die Regeln und wer sich nicht daran hält, kommt nicht ins Stadion.

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yves.mueller (29. Oktober 2009, 06:52)
Wann hat das endlich ein Ende?

Kaum zu glauben: An diesem ganzen Desaster sollen nur 8 Leute dermassen beteiligt gewesen sein, dass sie festgenommen werden konnten? WIE ist es möglich, dass immer noch und immer wieder Pyros ins Stadion reinkommen?

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