Meggenhus-Radarkasten spielt verrückt

Seit zweieinhalb Jahren steht bei Meggenhus ein fix installiertes Radargerät. Zoom

Seit zweieinhalb Jahren steht bei Meggenhus ein fix installiertes Radargerät. (Ralph Ribi)

MEGGENHUS. Die fix installierte Radaranlage bei der Autobahnausfahrt Meggenhus ist defekt: Am Montag begann sie damit, zu blitzen - selbst wenn man in korrektem Tempo an ihr vorbeifuhr. Die Hintergründe der Störung sind unklar.

19. Januar 2016, 13:15
Seit zweieinhalb Jahren steht in der Autobahnausfahrt Meggenhus, Fahrtrichtung Rorschach/Arbon, ein fest installiertes Radargerät der St.Galler Kantonspolizei. Aufgestellt worden war es mit der Begründung, man wolle einen Unfallschwerpunkt im Kanton entschärfen. Da den meisten Verkehrsteilnehmern der Standort dieses Blitzerkastens mittlerweile bestens bekannt ist, löste das Gerät zuletzt nur noch selten aus - bis diese Woche: Wie eine Autofahrerin am Dienstagmorgen Tagblatt Online meldete, spielte das Radargerät verrückt und blitzte, auch wenn Fahrzeuge im korrektem Tempo an ihm vorbeifuhren.

Blitze wegen Sicherheitschecks
Hanspeter Krüsi, Chef Kommunikation der St.Galler Kantonspolizei, bestätigte die technischen Probleme auf Anfrage. "Unsere Fachspezialisten sind vor Ort, um das Problem zu beheben", sagte er. Laut Krüsi äussern sich die Probleme mit dem Radargerät insofern, als dass die Anlage immer wieder automatische Funktionschecks vornimmt. Dabei wird jeweils auch ein Blitz ausgesendet. "Weil mit der Anlage etwas nicht stimmt, wird dieser Check bis zu vier Mal pro Stunde ausgelöst", so Krüsi.

Wie Hanspeter Krüsi weiter sagt, muss sich niemand, der bei Meggenhus vorbeigefahren und geblitzt worden ist, Sorgen wegen einer ungerechtfertigten Busse machen. "Die Geschwindigkeitsmessung bei dieser Radaranlage funktioniert im Moment nicht, es werden keine Aufnahmen gemacht. Die Blitze, die rausgingen, waren nicht zur Aufhellung allfälliger Fotos, sondern hingen mit diesen automatisierten Funktionschecks zusammen", sagt er.

Kälte nicht der Auslöser
Was die Hintergründe für die Störung beim Radarkasten sind, ist im Moment unklar. "Mit der Kälte kann es nicht zusammenhängen - sonst hätten wir solche Probleme auch bei anderen Radargeräten", so Krüsi. Er ruft generell in Erinnerung, dass Radarkästen hochtechnisierte Anlagen sind, bei denen es auch einmal zu Problemen kommen kann. (dwa)

 

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