Erweiterung des Spitals Altstätten durch Einsprachen blockiert

ALTSTÄTTEN ⋅ Sechs Spitäler im Kanton St.Gallen werden für insgesamt 930 Millionen Franken erneuert. Im Vorfeld der Abstimmung gaben eine Erneuerung des Spitals Grabs und die Erweiterung des Spitals Altstätten viel zu reden. Das Projekt in Grabs ist auf gutem Weg, in Altstätten ist das Bauvorhaben durch Einsprachen blockiert.
09. Februar 2018, 10:25
Nach 15 Jahren Baumoratorium gaben die Stimmberechtigten dem Generationenprojekt im November 2014 ihre klare Zustimmung. Der Ja-Stimmen-Anteil für die sechs Bauvorlagen war gross, er bewegte sich zwischen 72,9 und 90,0 Prozent.

Das Spital Grabs wird für rund 137 Millionen Franken erneuert und erweitert. 2016 konnte das Provisorium für die Magnetresonanztomographie (MRI) in Betrieb genommen werden. Darauf folgte der Spatenstich für die erste Bauetappe, die im Frühling 2020 bezugsbereit sein wird.
 

Fertigstellung nicht vor Ende 2023

Die Erneuerung und Erweiterung des Spitals Altstätten verzögert sich. Bereits gegen den Gestaltungsplan gingen mehrere Einsprachen ein. Sämtliche Einsprachen hätten bis Ende 2017 bereinigt werden können, sagt Bauprojektleiter Urs Diethelm auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Nachdem der Gestaltungsplan bewilligt wurde, konnte die Baueingabe gemacht werden. Gegen das Baugesuch sind drei Einsprachen eingegangen, welche das Projekt blockieren.

Ursprünglich war geplant, das Erweiterungsprojekt 2021 abzuschliessen. «Wir haben das Projekt aber schon mit einem Jahr Verzögerung vom Kanton übernommen», sagt Diethelm. Er geht davon aus, dass das Spital Altstätten nicht vor Ende 2023 fertig gestellt sein wird.

Nach der Abstimmung über die Spitalbauprojekte gingen die Liegenschaften vom Kanton an die Spitalverbunde über. Diese müssen nun für die geplanten Investitionen aufkommen.
 

Anpassungen bei Leistungen

Für das Spital Altstätten wurde ursprünglich mit Kosten von rund 85 Mio. Franken gerechnet. Urs Diethelm geht von einer «leichten Kostensteigerung» aus.

In der Antwort auf eine Interpellation der FDP-Fraktion zu den Spitalinvestitionen nahm die St. Galler Regierung diese Woche auch zu den Verzögerungen in Altstätten Stellung: Der Verwaltungsrat werde sich vor Baubeginn eingehend mit den sich für diesen Standort abzeichnenden Baukostenüberschreitungen befassen. Die Kosten sollten mit verschiedenen Massnahmen - allenfalls auch mit Anpassungen beim Leistungsangebot - reduziert werden.

Leserkommentare

Anzeige: