Tagblatt Online, 23. Januar 2012 01:05:00
Eine Nacht mit Überraschungen
Daniel Lopar, Torhüter des FC St. Gallen, im Gespräch mit Judokas.
GOSSAU. An der Gossauer Sports Night sind Ralph Weber, Jacqueline Rutz und vier Turnerinnen des TZ Fürstenland für ihre sportlichen Leistungen ausgezeichnet worden. Einen Ehrenpreis erhielten Irene Bischof und Christian Zeuch.
MARION LOHER
Elisabeth Bertschinger fällt ein Stein vom Herzen. Ihr und den Vorstandskollegen der IG Sport Region Gossau ist es gelungen, die Namen der Gewinner des Sportförder- und des Lebenswerkpreises bis zur Wahlnacht geheim zu halten. Vor allem vor den beiden Preisträgern selber. Und das, sagt Bertschinger, sei nicht einfach gewesen. Glücklicherweise hätten deren Familien und Freunde super mitgemacht. Und so stand Irene Bischof und Christian Zeuch dann auch die Überraschung ins Gesicht geschrieben, als sie am vergangenen Samstagabend an der Sports Night ihren Preis entgegennehmen durften. «Mir pöpperlet s Härz ziemli fescht», sagte die zur besten Sportförderin gekürte Irene Bischof.
Für grosses Engagement geehrt
Bischof ist seit Jahren Mitglied im Turnverein Gossau und engagiert sich in regionalen Verbänden. Sie sei eine Macherin im Hintergrund, hiess es in der Laudatio. Vor kurzem wurde sie zum Ehrenmitglied des St. Galler Turnverbands ernannt. Für Gossau sei sie eine echte Sportförderin.
Geehrt für sein Lebenswerk wurde Christian Zeuch, Präsident des Skiclubs Gossau. Seit 30 Jahren setze er sich für den Verein und die Jugend ein. Er sei ein Mann, der den Gossauer Sport präge und deshalb prädestiniert sei für den Lebenswerkpreis, wurde er gewürdigt.
FCSG überholen motiviert
Im Unterschied zu den beiden Auszeichnungen eines langjährigen Engagements, waren in den anderen drei Kategorien – Sportler, Nachwuchssportler und Mannschaft des Jahres – die Kandidaten bereits im Vorfeld nominiert worden. Die Siegerinnen und Sieger zeigten sich aber nicht minder überrascht. Wie beispielsweise die frischgebackene Nachwuchssportlerin Jacqueline Rutz. «Ich habe wirklich nicht gedacht, dass ich gewinne», sagte die 17jährige Kunstradfahrerin. «Meine Sportart ist doch noch so wenig bekannt.» Aufgefallen waren ihre Leistungen trotzdem: Im vergangenen Jahr wurde die Andwilerin Junioren Schweizer Meisterin und Zweite an den Junioren Europameisterschaften. Beeindruckend ist auch der Leistungsausweis des neuen Sportler des Jahres, Skifahrer Ralph Weber. Der 18jährige Herisauer, der für den Skiclub Gossau fährt, gewann 2011 unter anderem die Super-Kombination bei den Schweizer Meisterschaften der Junioren und wurde ins C-Kader von Swiss Ski aufgenommen. Weber verwies Läufer und Stadtparlamentarier Florian Kobler auf den zweiten Rang. Enttäuscht war dieser nicht, habe er sich doch schon über die Nomination gefreut. Auf die Frage von Moderator Daniel Lopar, Torhüter des FC St. Gallen, wie er sich für das Laufen motiviere, meinte Kobler, dass auch Lopar und seine Mannschaftskollegen öfters beim Gübsensee trainierten, so wie er. «Euch zu überholen, ist Motivation genug», sagte er augenzwinkernd.
Wie Giulia Steingruber
Zur Mannschaft des Jahres wurden vier junge Kunstturnerinnen des Trainingszentrums Fürstenland ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr gewannen die Mädchen, alle im Alter von neun Jahren, den Limmat Cup sowie den Züri Oberland Cup und wurden Vize-Schweizer-Meisterinnen bei den Junioren. Ihr Vorbild ist Giulia Steingruber. Mit der Auszeichnung an der Sports Night haben sich die jungen Turnerinnen weiter in die Fussstapfen von Steingruber begeben. Sie stand dieses Jahr nicht auf der Liste der Nominierten. Dies, weil sie sowohl an der Sports Night 2009 wie auch am städtischen Empfang im November geehrt wurde. Zudem hätten bei Anmeldeschluss die Qualifikationsdaten für London noch nicht festgestanden, sagte IG-Präsident Norbert Thaler.
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