Stefan Harder will es wissen

KANDIDAT ⋅ Der Stadtratskandidat der Flig heisst Stefan Harder. Aus Sicht der Partei bringt der Fraktionspräsident alle Fähigkeiten mit, ein guter Stadtrat zu werden.
19. August 2017, 07:36
Sebastian Schneider

Sebastian Schneider

sebastian.schneider

@tagblatt.ch

Der Gossauer Stimmbevölkerung stehen für die Ersatzwahl vom 26. November bereits drei Stadtratskandidaten zur Auswahl. Zu Claudia Martin (SVP) und Monika Gähwiler-Brändle (SP) gesellt sich auch Stefan Harder von der Flig. Die Neuigkeit kam bereits am Montag per Medienmitteilung an. Auf eine Pressekonferenz habe man bewusst verzichtet, sagt Parteipräsident Alfred Zahner. «Man kennt Stefan Harder in Gossau, eine Präsentation, wie es die anderen Parteien gemacht haben, war nicht nötig.» Es sei auch nicht darum gegangen, mit der prompten Bekanntgabe die SP zu überholen, die am Dienstag einen Medientermin einberaumt hatte. «Die Info musste einfach so schnell wie möglich raus», erklärt Zahner.

Die Flig betrachtet den Anspruch für einen Sitz im Stadtrat als absolut gerechtfertigt. Die Partei politisiere verlässlich, konstruktiv und innovativ, heisst es im Communiqué. Der Wähleranteil sei seit Jahren stabil.

Führungserfahrungen auch im Militär gesammelt

Mit dem 55-jährigen Stefan Harder hat die Flig einen Kandidaten nominiert, der viel politische Erfahrung mitbringt. Von 2008 bis 2015 war Harder Mitglied der Geschäftsprüfungskommission. Sieben Jahren lang war er Präsident der Flig. Im Stadtparlament ist er seit zehn Jahren, 2011 präsidierte er die Gossauer Legislative.

Harder bringe alle Voraussetzungen mit, um erfolgreich im Stadtrat arbeiten zu können, schreibt die Partei in der Medienmitteilung. Erwähnt wird darin auch die Führungserfahrung, die Harder im Militär und in der ­Privatwirtschaft gesammelt hat. Im Militär erreichte er den Rang eines Majors, er war Bataillons- und Regimentsadjutant der Radfahrertruppen. Er assistierte dem heutigen SVP-Bundesrat Ueli Maurer, der damals Kommandant war. Beruflich ist Harder als Personalleiter tätig. Derzeit arbeitet er für die Micarna, eine Tochterfirma der Migros.

Parteipräsident Zahner geht davon aus, dass nach Stefan Harder und Monika Gähwiler keine ernstzunehmenden Kandidaten für die Ersatzwahl im Stadtrat mehr folgen. Sollte diese Konstellation bis zur Eingabefrist am 26. September tatsächlich Bestand haben, können Gossauer zwischen rechts, links und Mitte wählen. Harder sieht sich selber nämlich im Bereich der CVP oder der FDP politisieren. Zum Vorteil gelangen könnte ihm sein Alter, aber auch sein Geschlecht. Von einer Frauenmehrheit im Stadtrat müssen nämlich nicht alle ­angetan sein. Von einem Männerbonus will Harder auf Anfrage aber nichts wissen. Angesprochen auf das wichtigste politische Thema, nennt Harder das Sportanlagenkonzept Gesak, in dem er für die ganze Stadt Gossau nur Vorteile sehe.

Stefan Harder kommt ursprünglich aus Hinwil im Zürcher Oberland. 1989 zog er nach St. Gallen, seit 1997 wohnt er in der Stadt Gossau.


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