"Primitives, ekelhaftes Benehmen": Busse gegen Gossauer Stadtpräsidiums-Kandidat

SEXUELLE BELÄSTIGUNG ⋅ Max Brunner, der Gossauer Stadtpräsident werden will, hat sich im Sommer mindestens gegenüber einer Frau ausfällig verhalten. Nun hat er einen Strafbefehl erhalten.
22. November 2017, 06:05
Sebastian Schneider
Anfang Oktober bestätigte die St.Galler Staatsanwaltschaft, dass gegen den Gossauer Stadtpräsidums-Kandidaten Max Brunner ein Verfahren läuft wegen sexueller Belästigung. Unterdessen hat ihn der Strafbefehl erreicht. Im Schreiben des Untersuchungsamtes Uznach, das auch der "Tagblatt"-Redaktion vorliegt, werden zwei Sachverhalte aufgeführt, die gegen Brunner sprechen.

Erstes Opfer ist eine junge Frau, die Ende Juli in einem Restaurant in Ebnat-Kappel den Abend geniessen wollte. Brunner soll sie mehrmals am Oberkörper berührt haben, wie im Strafbefehl steht. Bereits Anfang August erstattete die Frau Anzeige gegen Max Brunner.
 

Busse wegen "primitiven, ekelhaften" Benehmens

Das Verhalten des Kandidaten hatte sich in der Folge nicht verbessert. Mitte August machte er im "Friends" am Gossauer Bahnhof wiederholt eine Serviertochter an. Im Strafbefehl ist von mehreren Vorfällen die Rede, bei denen sich die Angestellte sexuell belästigt fühlte. Sie erstattete ebenfalls eine Strafanzeige. Gefährlich ist Brunner allerdings nie geworden, die Angestellte hatte von der verbalen Belästigung einfach genug. Gegenüber dem "Tagblatt" sagt sie, er sei "primitiv, ekelhaft und frech" gewesen. Mit seinem Verhalten liess es Brunner so weit kommen, dass ein Straftatbestand wegen mehrfacher sexueller Belästigung gegen ihn vorliegt. Die Staatsanwaltschaft sprach gegen Brunner schliesslich eine Busse aus.

Max Brunner fiel durch sein Verhalten der Kantonspolizei auch im September auf. Während der Gewerbeausstellung G17 sprach sie eine Wegweisung gegen ihn aus. Weil er sich gemäss Kapo nicht daran gehalten hatte, wurde er festgenommen und vorerst in die Psychiatrie nach Wil gebracht. Von dort aus meldete er noch, dass es ihm gut gehe und dass er die Anstalt bald verlassen könne. Für eine erneute Stellungnahme war Max Brunner nicht erreichbar.

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