Parlament entscheidet über mehrere Baustellen

GOSSAU ⋅ Nach langer Pause treffen sich die Stadtparlamentarier heute Dienstag wieder zu einer Sitzung. Fünf Geschäfte sind traktandiert, zu reden geben dürfte vor allem eines.
29. August 2017, 07:03

Dass man sich beim Budgeterstellen vertut, kann vorkommen. Im Projekt der Stadtwerke, das die Erneuerung der Werkleitungen im Gebiet Rosenau vorsieht, hat man sich aber gröber verschätzt: Das Vorhaben kostet 1,83 Millionen Franken; beim Budgetieren im Juni 2016 ging man noch von 870 000 Franken aus. Dadurch wird ein Nachtragskredit nötig, der die Kreditkompetenz des Stadtrats überschreitet und darum vors Parlament muss.

Zu erwarten ist dennoch, dass die Parlamentarier dem Geschäft, das heute Abend als letztes traktandiert ist, zustimmen. Schliesslich handelt es sich um ein Infrastrukturprojekt – auf Trinkwasserleitungen kann man nicht gut verzichten. In der Vorlage argumentiert der Stadtrat, dass man für ein Projekt dieser Grösse und dieser Zusammenstellung keine Erfahrung, keine Kennzahlen gehabt habe.

Die Stadtwerke brauchen noch einen zweiten Baukredit, diesen in der Höhe von 982 000 Franken. Das Geld braucht es für die Sanierung der Flawilerstrasse sowie die Erneuerung von Werkleitungen. Massgeblich dabei ist die Kapazitätserhöhung der Trinkwasserleitung, die in Zusammenarbeit mit den Technischen Betrieben Flawil erfolgen muss.

Geht es nach dem Stadtrat, darf es auch im Gebiet des ehemaligen Gaswerk-Areals an der Bischofszellerstrasse eine Baustelle geben. Da Zivilschutzanlagen aufgehoben werden, kann auf der Fläche oberhalb davon gebaut werden. Eine gewerbliche Nutzung wird möglich, wenn das Parlament heute für eine Umzonung stimmt. Ein weiteres Geschäft sind die Leitsätze der Stadt Gossau, in denen unter anderem das Ziel formuliert ist, dass es in Gossau erschwinglichen Wohnraum geben soll.

Technisch, aber von hoher Relevanz, ist das Geschäft Nummer 1. Es geht darum, dass Gossau, wie später auch alle anderen St. Galler Gemeinden, die Buchhaltung neu führt. Dabei werden alle stillen Reserven offengelegt. Die Rechnung der Gemeinde wird dadurch transparenter. (ses)


Leserkommentare

Anzeige: