Monika Gähwiler ist bereit

GOSSAU ⋅ Auch die SP hat die Katze aus dem Sack gelassen: Gestern präsentierte die Parteileitung Monika Gähwiler-Brändle als Kandidatin für den Stadtrat.
16. August 2017, 05:17
Sebastian Schneider

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

Ein fast schon schelmisches Lachen war in den Gesichtern von Ruedi Blumer, Parteipräsident, Florian Kobler, Fraktionspräsident, und Monika Gähwiler, Stadtparlamentarierin, auszumachen. So gut wie nur dieses Dreiergespann hat nämlich gewusst, wer für die SP Gossau-Arnegg ins Rennen um den vakanten Stadtratsitz steigt. Das Geheimnis war so wohlbehütet, dass Anhaltspunkte für Spekulationen fehlten. Und die Vermutung der politischen Konkurrenz, die SP rekrutiere ausserhalb der Stadt Gossau, lag dann ziemlich weit weg von der Realität. Ins Rennen geschickt wird nämlich eine Parteivertreterin, die in Gossau aufgewachsen ist: Monika Gähwiler-Brändle, in diesem Jahr notabene höchste Gossauerin. Die Dreiergruppe ist sich über die Kandidatur schon länger einig gewesen, doch: «Wir wollten nicht in der Saure-Gurken-Zeit damit an die Öffentlichkeit», sagte Ruedi Blumer gestern im Werk 1 vor Medienvertretern.

Nach der Bekanntgabe der Kandidatur stimmten Ruedi Blumer und Florian Kobler ein Loblied auf Monika Gähwiler an. Sie sei kommunikativ und eine Teamplayerin. Mit ihrer Art habe sie grosse Integrationsqualitäten. Sie sei in Gossau verwurzelt und vernetzt sowie kulturell wie auch sozial engagiert. Mehrmals betont wurden auch ihre Bürgernähe und ihre Unabhängigkeit als Selbstständigerwerbende.

Partei und Selbstvertrauen wachsen

Die SP-Parteileitung ist nicht nur von Monika Gähwiler als Persönlichkeit überzeugt, sondern auch vom Sitzanspruch der Sozialdemokraten im Stadtrat. «In den vergangenen Jahren ist der Wähleranteil der SP stetig gestiegen. Wir haben zur Flig und zur FDP mit vier Sitzen im Parlament aufschliessen können», resümierte Blumer. Die Parteivertreter liessen es sich auch nicht nehmen, bereits Wahlkampfthemen ins Spiel zu bringen. Man stehe voll und ganz hinter dem Sportanlagenprojekt Gesak, hiess es etwa. Bezüglich Verkehr gebe es in Gossau Nachholbedarf für Velo- und Fussgängerzonen. Deutlich betont wurde der Wohnungsbau in Gossau. «Viele Familien ziehen von Gossau weg, weil sie sich keine Wohnung mehr leisten können», sagte Monika Gähwiler. Günstiger Wohnraum sei darum ein dringendes politisches Thema. Gähwiler machte bei ihrer Vorstellung einen motivierten Eindruck. Und so klang es auch ehrlich, als sie wiederholt sagte: «Ich bin bereit.»

 


Leserkommentare

Anzeige: