«Jetzt wird es spannend»

ANDWIL ⋅ Die Neugestaltung des Andwiler Dorfkerns schreitet planmässig voran. Derzeit muss besonders auf die Sicherheit geachtet werden. Schulbeginn und Bauarbeiten ergeben eine heikle Mischung.
22. August 2017, 05:17
Manuela Bruhin

Es ist immer eine besondere Zeit, wenn nach den Sommerferien der Startschuss fürs neue Schuljahr fällt. Eine Zeit aber auch, in der besondere Vorsicht geboten ist. Die frischgebackenen Kindergärtler und Schüler sind im Strassenverkehr meist noch ungeübt. Ist die Schulanlage noch in eine Grossbaustelle mit entsprechend schweren Maschinen eingebettet, können hier besonders schnell gefährliche Situationen entstehen.

Dieser Gefahr ist sich auch Gemeindepräsident Toni Thoma bewusst. «Der Sicherheitsaspekt beschäftigt uns täglich aufs Neue.» Die Kombination Schulstart und Bauarbeiten war im Vorfeld bekannt, und man war sich bewusst, dass die Situation heikel werden würde. Deshalb sei man im Kontakt mit Fachleuten. Die Lage wurde vorgängig und in regelmässigen Abständen mit der Kantonspolizei abgeklärt, etwaige Schwachstellen behoben. So werde sichergestellt, dass die Strassenübergänge gewährleistet seien. Die Situation beurteile man nach jedem Baufortschritt aufs Neue. «Der Fussgängerstreifen beispielsweise wird, wenn es nötig wird, nach drei oder vier Tagen neu an einer anderen Stelle markiert», so Thoma weiter.

Hinweise sind willkommen

Natürlich werde auch die Zusammenarbeit mit der Schule und dem Kindergarten gesucht. So wurde im Vorfeld mit den Kindergärtlern eine Baustellenbesichtigung durchgeführt – damit die Kinder wissen, welche Grenzen gelten würden. Toni Thoma lädt auch Eltern und Bevölkerung zum Dialog ein. «Über Inputs, was wir noch verbessern oder ändern können, sind wir dankbar.» Bislang funktioniere die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten einwandfrei. Die Gespräche seien offen und lösungsorientiert. Auch das Verständnis, das der Grossbaustelle im Andwiler Dorfkern entgegengebracht werde, sei nicht selbstverständlich. Schliesslich müssen Sperrungen, Lichtsignalanlagen und entsprechende Wartezeiten in Kauf genommen werden.

Alles in allem sind die Bauarbeiten im Zeitplan. Derzeit wird der Strassenabschnitt zwischen der Kirche und dem Schulhaus erneuert. Der Eingang bei der Kirche wird gepflastert, ebenso der Hauptplatz gegenüber. «Momentan befinden wir uns wohl in der intensivsten Phase», sagt Thoma. Man habe die Arbeiten in zwei Etappen aufteilen müssen, damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sei. Die Fachleute und Vertreter der Gemeinde treffen sich wöchentlich, um die nächsten Schritte zu besprechen. Der wohl grösste Unsicherheitsfaktor dabei spiele stets das Wetter. Deshalb müssten ­einige Arbeiten vorgezogen und andere auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Die Gestaltung könnte zu reden geben

Thoma blickt gespannt auf die kommenden Wochen. Denn nun werde das «Gesicht» von Andwil mit den verschiedenen baulichen Elementen neu gestaltet werden. Es werden Brunnen gebaut, Sitzgelegenheiten entstehen und Bäume gesetzt. Dies alles mit einem Ziel: einem schönen Zentrum, welches nicht zuletzt übersichtlicher sein soll.

Für den Gemeindepräsidenten ist klar, dass das veränderte Bild nicht nur auf Wohlwollen stosse. «Gerade die Gestaltung hatte eine politische Diskussion zur Folge. Wir sind gespannt, wie sie bei der Bevölkerung ankommen wird.» Die Bauarbeiten sind voraussichtlich im November oder Dezember abgeschlossen.

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch


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