Grosser Einsatz wird belohnt

GOSSAU ⋅ 23 Bewerber gingen für die Anwärter des Freiwilligenpreises Prix Benevol ein. Drei wurden für ihr Engagement ausgezeichnet. Einer davon war bisher eher unbekannt.
04. November 2017, 05:18
Manuela Bruhin

Manuela Bruhin

redaktiongo

@tagblatt.ch

Bedürftige pflegen, sich für Kinder und Jugendliche einsetzen oder sich im sportlichen Bereich engagieren – die Vielfalt der Freiwilligenarbeit ist gross. Dies zeigte sich auch, als kürzlich zum zweiten Mal in Gossau der Prix Benevol im Beisein von 200 Gästen verliehen wurde. «Die grosse Zahl verdeutlicht das grosse Engagement in Gossau», hielt Stadträtin Helen Alder Frey in ihrer Ansprache fest. Die Freiwilligen würden einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl beitragen und Menschen zusammenbringen. «Ohne diese Arbeit wären wir nicht in der Lage, alle Veranstaltungen und Organisationen durchzuführen.»

23 Bewerber gingen in diesem Jahr für den Prix Benevol in Gossau ein. Eine fünfköpfige Jury wählte in der Kategorie Gesellschaft, Kultur und Sport jeweils einen Gewinner aus. Ein Haus, in welchem die Gäste laut Moderator Stefan Häseli ihre Sorgen und Nöte im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch bringen könnten, wurde als erster Verein ausgezeichnet. Den mit 1000 Franken dotierten Preis erhielt der Friedegg-Treff. «Ich freue mich wahnsinnig, die Auszeichnung stellvertretend für unsere über 100 Freiwilligen in Empfang zu nehmen», sagte Yvonne Hinder vom Friedegg-Treff. «Es wird uns ein Ansporn sein weiterzumachen, unser Haus ein- und auszurichten.»

Wie wichtig Bewegung für Menschen ist, erläuterte als nächstes Moderator Stefan Häseli weiter. Die Leichtathletikgruppe Gossau habe in den vergangenen Jahrzehnten wahnsinnig viel bewegt, und zwar über die Grenzen hinaus. Einzelne Leistungsträger haben gar die Stadt Gossau vielen wieder in Erinnerung gebracht. Norbert Wenk nahm den Preis stellvertretend für den Verein in Empfang, welcher bereits seit 1972 existiert. «Wir haben sehr viele junge Leute, die mit Enthusiasmus trainieren, und Leiter, welche sie dazu animieren», so Wenk. Das Motto «Bewegen, bewegen, bewegen» sei demnach zu seinem eigenen Lebensmotto mutiert. «Ich will all diejenigen, welche Freiwilligenarbeit leisten, auffordern, es weiter zu tun. Es gibt nichts Besseres.»

Von der Auszeichnung überrascht

Der dritte Verein, welcher den Prix Benevol in Empfang nehmen durfte, war wohl einigen Gästen eher unbekannt. Diesen Bekanntheitsgrad zu steigern und gleichzeitig mehr Menschenleben zu retten, waren für die Jury wichtige Beweggründe, welche für den Samariterverein Help sprachen. Der Verein führt Kinder ab zehn Jahren in die erste Hilfe ein. Von der Auszeichnung überrascht war demnach auch Silvia Frei. «Wir leben unser Vereinsleben und das, was wir machen, mit viel Herzblut. Und geben weiterhin unser Bestes.»


Leserkommentare

Anzeige: