Die Gewerbler sind bereit

GOSSAU ⋅ Über zwei Wochen hatten Arbeiter und Aussteller auf der Bundwiese gebaut und vorbereitet, was das Zeug hielt. Heute ist es so weit: Um 16 Uhr wird die Gewerbeschau eröffnet.
06. September 2017, 07:10
Perrine Woodtli

Perrine Woodtli

redaktiongo

@tagblatt.ch

Auf der Bundwiese ist an diesem Morgen schon einiges los. Frauen und Männer schleppen schwere Kisten, gefüllt mit Getränken, in die weissen Zelte. Andere transportieren Baumaterial von A nach B. Im Inneren des Zeltes ist die Stimmung friedlich und entspannt. Hier und da wird gehämmert, gemalt oder dekoriert. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Denn schon bald geht es hier erst richtig los. Heute um 16 Uhr wird die Gossauer Gewerbeschau G17 eröffnet. Dann ist es mit der Ruhe auf der Bundwiese vorbei.

Vor rund zweieinhalb Wochen hatten die Aufbauarbeiten für die Gewerbeausstellung begonnen. Nebst dem Bauunternehmen, das für das Aufstellen der Zelte zuständig war, wurde eine Messebaufirma engagiert. Diese ist für die Montage der einzelnen Stände verantwortlich. Vergan­genen Samstag konnten die Aussteller dann in die zwei Zelte einziehen. Drei Tage hatten sie nun Zeit, ihren Stand einzurichten. Ansprechperson der Gewerbler ist OK-Mitglied Werner Looser. Er ist für den Bau zuständig und die Schnittstelle zwischen den Ausstellern und dem Organisationskomitee. «Ich sorge dafür, dass die Kommunikation zwischen dem OK und den Ausstellern funktioniert», sagt Looser. Eine Herausforderung, bedenkt man, dass es über 140 Aussteller sind. Entscheidend sei die genaue Planung und Absprache im Vorfeld sowie eine gute Koordination. «Es hat meistens alles funktioniert und auch die Bauarbeiten gingen ohne Probleme über die Bühne», sagt Looser. Auch die Aussteller seien gut aneinander vorbeigekommen.

Als Ansprechperson durfte sich Looser auch eine ganze Reihe an Wünschen anhören. Viele habe man den Ausstellern erfüllen können. Alles sei aber nicht machbar gewesen. «Wenn beispielsweise der Durchgang zwischen den Ständen verstellt wird, geht das natürlich nicht.»

Begegnungsort und Stadtfest in einem

Beim Rundgang betrachtet Looser zufrieden die Stände. Einige Aussteller haben einen schlichten Stand. Andere waren sehr kreativ. Es sei dem OK wichtig gewesen, dass die Aussteller viel Freiraum bei der Standgestaltung hatten. «Natürlich sind ein paar Rahmenbedingungen gegeben», sagt Looser. «Jedoch wollten wir, dass jeder Aussteller sich so präsentieren kann, dass er sich wohlfühlt.» Es sei beeindruckend, was die Arbeiter und Aussteller in den vergangenen Tagen auf die Beine gestellt haben. «Es ist schön, wie sich alle so ins Zeug legen und mit Herzblut dabei sind.»

Bei der Einrichtung habe man auf eine gewisse Einheitlichkeit geachtet. Unter anderem wurden beide Zelte mit einem Teppich ausgelegt. «Das wertet die Ausstellung optisch auf.» Gestern wurde zudem noch eine Rampe gebaut, die über die Strasse zwischen den Zelten und dem Fürstenlandsaal führt. Somit ist das ganze Ge­lände rollstuhlgängig.

Heute stehen nun noch die letzten Arbeiten an, bevor die Gewerbeschau am Nachmittag startet. «Die Böden werden noch gereinigt und hier und da der letzte Feinschliff getätigt.» Looser freut sich, dass es nach der langen Vorbereitung und Planungsphase endlich losgeht. Es sei nicht nur eine Gewerbeschau, sondern ein Begegnungsort für die Gossauer. «Für mich ist es auch eine Art Stadtfest», sagt Looser. Als Bauchef ist er aber doch auch ein wenig angespannt. «Diese Anspannung braucht es. Sonst würde etwas nicht stimmen.»

 


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