«Die Freude an der Arbeit ist das Wichtigste»

FAMILIENBETRIEB ⋅ Ein Jahr ist es her, seit das Restaurant Ilge in Arnegg wieder geöffnet ist. Das Pächterehepaar Jost erzählt, was sich alles geändert hat.
20. März 2017, 05:36
Angelina Donati

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angelina.donati

@tagblatt.ch

Die Familie Jost hat dem über 400-jährigen Wirtshaus Ilge wieder neues Leben eingehaucht. Zuvor blieb der Betrieb eineinhalb Jahre zu. Erst hätten sich die Arnegger und die Gäste aus der Region daran gewöhnen müssen, dass das Restaurant wieder geöffnet hat. «Es hat sich alles schnell eingependelt», blickt Erhard Jost auf die Übernahme vor einem Jahr zurück. «Wir haben grosse Freude an dem, was wir tun. Und das ist doch das Wichtigste.»

Gekocht wird nach wie vor mit Rezepten aus Frankreich und Italien. Auch werde beim Einkaufen auf saisonale Produkte geachtet. Das Fleisch stamme grösstenteils aus der hiesigen Metzgerei Forster. Die artgerechte Tierhaltung ist dem «Ilgen»-Pächterehepaar ein grosses Anliegen.

Aus dem «Ilgen»-Trio wird ein Quartett

Vereine haben noch nicht wirklich in die «Ilge» gefunden. Wohl auch, weil es keine Beiz ist, sondern ein Speiselokal, das auf Mittag- und Abendessen spezialisiert ist. Während viele andere Restaurants am Sonntag geschlossen haben, läuft’s in der «Ilge» rund: «Der Sonntag ist der wichtigste Tag überhaupt», so Jost. Montags und dienstags bleibt das Lokal hingegen zu. Um besonders auch den Gästen am Wochenende gerecht zu werden, unterstützt Sohn Patrick seine Mutter Paula im Service. Sohn Mike hilft bereits von Beginn weg seinem Vater beim Kochen und Zubereiten der Speisen. «Ein echter Familien­betrieb», freut sich der Pächter.

Frischen Wind gibt es bald auch wieder auf der Terrasse. Dieser Tage wurde sie von der Familie auf Vordermann gebracht. Jetzt fehlt nur noch das passende Wetter. Seit gut zwei Monaten erklingt ausserdem die «Ilgen»-Glocke wieder – immer um 11 und um 19 Uhr. «Ich habe mir schon überlegt, ob ich mir eine Pfarrkutte anziehen soll», scherzt Erhard Jost. Und fügt gleich hinzu: «Diese Glocke gehört einfach hierhin. Für die Arnegger hat sie eine grosse Bedeutung.»


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