Noch einmal festen vor dem Fasten

ALTSTÄTTEN ⋅ Am Fasnachtdienstag feierte das Städtli noch einmal ausgelassen Fasnacht, bevor um Mitternacht mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit begann.
14. Februar 2018, 05:21
Max Tinner

Max Tinner

Im französischen Sprachraum sagt man zum Fasnachtsdienstag Mardi gras, fetter Dienstag. Vor der Fastenzeit haut man noch einmal richtig rein und isst zum Beispiel im Fett schwimmend ausgebackene Berliner. Solche spendierte die Stadt Altstätten gestern zum Ausklang der Fasnacht, nachdem am Nachmittag ein letzter Umzug durchs Städtli gezogen war und nachdem die Röllelibutzen ihre letzten Polonaisen getanzt hatten.

Sechs Tage lang sei Altstätten dem Fasnachtsfieber erlegen, meinte Stadtpräsident Ruedi Mattle. Es sei ein höchst ansteckendes Fieber. Der kollektiven Ausgelassenheit könne sich kaum jemand entziehen. Es stecke aber auch viel Arbeit dahinter, betonte er.

Ruedi Mattle dankte deshalb dem Röllelibutzenverein, welcher die Altstätter Strassenfasnacht Jahr für Jahr organisiert, und allen Helfern. Er dankte auch den Anwohnern im Städtli, die das närrische Treiben jeweils wohlwollend dulden.

Jenen, die der närrischen Zeit nachtrauern, kündigte Ruedi Mattle auf nächstes Jahr eine noch ausgelassenere Fasnacht an: Der Röllelibutzenverein wird dann sein 100-jähriges Bestehen und die erstmalige Erwähnung der Butzen in historischen, 400 Jahre alten Dokumenten mit einer grandiosen Jubiläumsfasnacht feiern.


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