Maskenball mit Tradition

LÜCHINGEN ⋅ Einmal mehr füllten Hunderte fantasievoller Masken und die kraftvollen Kakophonien von sechs Guggenformationen die Turnhalle Roosen.
10. Februar 2018, 05:18
Max Pflüger

Max Pflüger

Zur Fasnachtszeit locken im Rheintal mehrere grosse und besuchenswerte Maskenbälle viel Partyvolk an: in Rüthi, Eichberg oder Rebstein zum Beispiel. Am meisten Tradition hat jedoch der Maskenball der Frauenriege STV Lüchingen. Die Lüchingerinnen organisierten ihn dieses Jahr bereits zum 46. Mal. Und seit den frühen Siebzigerjahren immer wieder das gleiche Bild: Die Turnhalle Roosen platzt aus al­-len Nähten, die Fasnachtsfreude quillt geradezu über und die Vielfalt der Masken und Kostüme ist grenzenlos.

Zwischen den Rhythmen und Melodien aus der Musikanlage von DJ Roberto heizten dieses Jahr die sechs Guggenmusiken Burgtätscher aus Rebstein, Güggigässler aus Hinterforst, die Altstätter Formationen Räbafäger, Städtlichlepfer und Biena­wäbler den Besuchern tüchtig ein. Und natürlich begeisterten vor allem auch die einheimischen Lavarianer ihre Fans.

Good Taste, statt bad taste

Der Lüchinger Frauenriegen-Maskenball stand dieses Jahr unter dem Motto «Bad-Taste, schlimmer geht immer, was früher ‹in› war, geht heute nimmer» und zählte auf, was in den Siebzigern und Achtzigern noch Mode war und heute nicht mehr geht: Dauerwellen, Latex-Glitzeran­züge, Leggins, Vokuhila-Frisuren (vorne kurz, hinten lang) und anderes mehr. Was man am Schmutzigen Donnerstag in der Turnhalle jedoch sah, das war wohl eher «Good-Taste, so geht es immer, denn die Fasnachtslust vergeht uns nimmer».


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