Kirchensanierung hat begonnen

ALTSTÄTTEN ⋅ Am vergangenen Freitag fiel der Startschuss zur Aussenrenovation der katholischen Kirche. Spätestens zu Allerheiligen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Baukredit umfasst 2,6 Mio. Franken.
13. Februar 2018, 05:18
Monika von der Linden

Monika von der Linden

Ein letztes Mal, bevor die Aussensanierung der katholischen Kirche beginnen sollte, kam die Baukommission am Freitag zusammen und gab den Startschuss für die Arbeiten. In den nächsten neun Monaten wird das Gotteshaus aussen saniert und innen gereinigt.

Die dritte Sanierung der Kirche St. Nikolaus

Die erste Renovation erlebte die Kirche St. Nikolaus 110 Jahre nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1798. Eine zweite Überholung wurde von 1970 bis 1976 realisiert. Die dritte Renovation begann am Freitag an den Seitenportalen. «Diese haben sich gesenkt und werden nun gesichert, damit sie nicht weiter absinken können», sagte Bauleiter Jürg Tob­ler (göldipartnerarchitekten ag). Gestern Montag begannen die Gerüstbauer, die Kirche und den kompletten Turm einzurüsten. Nächste Woche beginnen dann die Arbeiten ab Gerüst. Sie werden in zwei Komplexe unterteilt: Dach und Fassade.

Die Aufbauten des Daches werden saniert und die Ziegel ersetzt. Sie haben ihr Alter erreicht, und nach der letzten Sanierung wurden lediglich Ausbesserungen am Dach vorgenommen.

Jene Natursandsteine in der Fassade, die faule Stellen aufweisen, werden ersetzt. Der bisherige Deckputz wird abgefräst und durch einen mineralischen Kratzputz ersetzt. Seine Farbgebung gleicht der heutigen. «Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der Historie und einer Bemusterung sind die Farbgebung und die Festlegung der Putzstruktur erfolgt», sagte Jürg Tob­ler. Dadurch werde eine fachgerechte Detaillierung gewährleistet. Wie der Putz aussehen wird, kann man sich bereits heute an einem Muster anschauen. Es ist neben dem Seitenportal auf der Nordseite der Kirche angebracht. Auserdern werden die Turmfenster im Sinne der Denkmalpflege saniert. Die Holzrahmen werden abgebeizt, neu verkittet und gestrichen. Defekte Gläser werden ersetzt. Ebenfalls erfährt die Kirchturmuhr eine Revision. Die Mechanik des Uhrwerks wird überprüft und das Ziffernblatt überarbeitet.

Wände trocken und per Pinsel reinigen

Der Innenraum der Kirche wird einer Trockenreinigung unterzogen. Die Wände werden fachgerecht per Pinsel gesäubert und die Risse geflickt. «Wie in der St. Galler Kathedrale», sagte Kirchenpräsident William Canal. «Dann haben wir die gleiche Qualität wie der Bischof.» Des Weiteren werden Möglichkeiten geprüft, die Innenbeleuchtung energetisch zu optimieren.

Während der Bauarbeiten müssen sich die Kirchenbesucherinnen und -besucher auf nur wenige Einschränkungen einstellen. Zum Beispiel bleibt das Südportal für Publikumsverkehr geschlossen. Die Handwerker nehmen Rücksicht auf Gottesdienste und Beerdigungen, sodass diese nicht ausfallen oder andernorts stattfinden müssen.

Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger hatten im April 2017 einen Baukredit von 2,6 Mio. Franken gesprochen. Bis Ende Januar hatte die Kirchgemeinde Aufträge in der Höhe von 2,1 Mio. Franken vergeben. «Grösstenteils haben wir Unternehmungen aus Altstätten berücksichtigt», sagte Jürg Tobler.

Die Aussensanierung der Stadtkirche und ihre Innenreinigung sollen im Laufe des Oktobers dieses Jahres abgeschlossen werden. Das Fest Allerheiligen können die Gläubigen also am 1. November in einer frisch renovierten Kirche feiern.

 


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