Emotionales Treffen in den Anden

ALTSTÄTTEN ⋅ Stefan Städler hat seit fünf Jahren ein Patenkind in den Bergen Perus. Kürzlich hat er die mittlerweile elfjährige Angelica Sayuri besucht.
15. Februar 2018, 05:20

Möglich gemacht hat den Besuch des Altstätters in Südamerika World Vision Schweiz in Zusammenarbeit mit einem Partner­büro in Peru. Das Schweizer Kinderhilfswerk hatte Stefan Städler das Patenkind ursprünglich vermittelt. Im November flog nun Städler in die peruanische Stadt Huaraz, die auf 3100 Metern über Meer liegt. Nach einer Fahrt ins Gebirge wurde er über ein aktuelles Projekt von World Vision Schweiz informiert. In einer Schule widmet man sich besonders dem Anbau von biologischem Gemüse und der Kleintierhaltung.

Immer höher und noch höher den Berg hinauf

Anschliessend ging es mit einem Geländewagen noch höher hinauf zu einem weiteren Projekt des Hilfswerks. Stefan Städler wurde dort von einer Schar Schüler empfangen und durfte dem Unterricht folgen. Er wurde in diesen einbezogen, als in zwei Sprachen, Spanisch und Quechua, spielerisch gelernt, gesungen, musiziert, gelacht und getanzt wurde. «Ein schönes Erlebnis», erinnert sich der Altstätter.

Noch weiter oben in den Bergen, erneut in einer Schule, die von World Vision unterstützt wird, traf Stefan Städler dann schliesslich auf sein Patenkind Angelica Sayuri. «Sie blieb zuerst im Schulzimmer. Erst als die Lehrerin sie hinaus bat, kam sie ganz schüchtern auf mich zu und umarmte mich», schildert Stefan Städler die Begegnung mit der Elfjährigen. «Es war sehr emotional.»

Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über die Geschenke, die Städler mitgebracht hatte. Besonders genossen haben sie natürlich die Schweizer Schokolade.

Nach dem Unterricht ging es zu Angelica nach Hause. Dort wurde der Besucher aus der Schweiz von Mutter, Tante, Onkel und den anderen Geschwistern herzlich willkommen geheissen. Die Gäste wurden bewirtet, die Mahlzeit wurde auf dem offenen Feuer zubereitet. Weitere Geschenke wurden überreicht.

Am späten Nachmittag verabschiedete sich Städler von seinem Patenkind. «Angelica klammerte sich so fest an mich, als wollte sie mich nie mehr loslassen», sagt Stefan Städler über die letzten Minuten mit der Peruanerin. «Es ist ein Erlebnis, das ich nie mehr vergessen werde», ist er sich sicher.

Das Geld kommt dorthin, wo es hin soll

Stefan Städler ist World Vision Schweiz und deren peruanischen Kollegen sehr dankbar, die das Unternehmen ausgezeichnet vorbereitet und begleitet hatten. Der Besuch hatte für Stefan Städler nicht nur einen emotionalen Nutzen. «Ich kann jetzt sicher sein, dass mein Geld auch tatsächlich an den richtigen Ort gelangt, nämlich zu Angelica», zieht er für sich ein Fazit seiner Reise in die peruanischen Anden. (rü)


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