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Tagblatt Online, 31. Mai 2012 16:25:00

Eine Sau ist kein Delphin

Delphine in Lipperswil Zoom

Delphine im Thurgauer Connyland: Weiterer Zuwachs im Delphinarium wird verboten. (Bild: Reto Martin)

Schweine sind soziale und gescheite Wesen, die oft unter widrigen Umständen leben. Angesichts des diese Woche ausgesprochenen Delphin-Importverbots fragt sich, warum andere Säugetiere weniger Anteilnahme geniessen. Nicht alle Tiere haben eine Lobby, sagt der Ethiker Klaus Peter Rippe.

BRUNO KNELLWOLF

 

Diese Woche hat der Nationalrat einem Importverbot für Delphine zugestimmt. Das wird über kurz oder lang die Delphinhaltung im Thurgauer Connyland verunmöglichen. Unverhältnismässig erscheint diese Massnahme, sieht man, wie andere Säugetiere in der Schweiz behandelt werden. Der Präsident der Schweizer Ethik-Kommission, Klaus Peter Rippe, sagt, warum nicht alle Tiere gleich sind. Und warum die sozialen und intelligenten Schweine keine solche Anteilnahme von Tierschützern geniessen wie die drei Delphine im Connyland.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 1. Juni.




Leser-Kommentare:
4 Beiträge

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fuertiere (13. Juni 2012, 14:59)
gegen die Gefangenhaltung von Delfinen (und anderen Tieren) !!!

Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, können bis zu 500 Meter tief tauchen und werden 10 Jahre älter als in Gefangenschaft.
Auch die Nahrung in Gefangenschaft, nämlich toter Fisch, ist für Delfine nicht "natürlich", denn in freier Wildbahn fressen Delfine nur lebende Fische, tote meiden sie. Delfine sind akustische Tiere; ihre Kommunikation und Orientierung im Raum erfolgt zum grossen Teil akustisch. Der akustische Ortungssinn ist in Gefangenschaft praktisch nutzlos und verkümmert.

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unbekannt (31. Mai 2012, 22:30)
Lächerlichkeit der Argumente...

So,ich hab mir bei verschiedensten Zeitungen die Kommentare angesehen.Lächerlich.Es gibt viele Organisationen die sich für die Tiere einsetzen die nach der Haltung geschlachtet werden.Es ist so dass man nicht alle Sachen auf einmal erledigen kann.Es wäre schön es wäre möglich alles auf eimal zu erledigen.Das geht aber aus verschiedenen Gründen nicht.Es gibt Organisationen die haben sich auf Umweltschutz spezialisiert,andere auf "Nutztiere",andere auf Delfinarienschlessung...etc..Wenn jetzt ein Erfolg für eine Tierart zu verzeichnen ist,dann heisst das nicht dass bei anderen Tieren nichts getan wird!-So,und noch zu unserer Regierung:Unsere Regierung hat an diesem Tag nicht nur über Delfine beraten!unsere Regierung hat zum Beispiel auch über Schlachttiertransporte die durch die Schweiz führen beraten und diese verboten.Ausserdem wurde über Robbenprodukte beraten....Leider sind die Komentare vieler einfach nur lächerlich und haltlos!

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mecxx (31. Mai 2012, 20:44)
mecxx

Das war wieder mal ein toller, typisch schweizerischer Schildbürgerstreich unserer überbezahlten Parlamentarier in Bern. Seldwyla lässt grüssen. Mein Gott, was hat dann unser Schweizervolk gesündigt, dass Du uns mit solchen Nichtsnutzen bestrafst und uns von derlei regieren lässt.

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diethelm (31. Mai 2012, 17:15)
Für die meisten Leute kostet es nichts,

sich für ein Verbot von Delphinimporten einzusetzen. Wenn man hingegen Fleisch von Tieren mit Auslauf, Biofleisch etc. kauft, dann muss man mehr bezahlen. Und das Engagement vieler Leute ist halt da zu Ende, wo es den Geldbeutel betrifft.

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