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Tagblatt Online, 03. Februar 2012 07:04:00

Schnee bringt Lust und Frust

St. Gallen - Viel Schnee und tiefe Temperaturen in der Stadt.  Verkehrsteilnehmer Fussgänger kämpfen sich durch den Schnee. Verschiedene Schneeräumungsfahrzeuge im Einsatz Zoom

Als vermisst galt der Winter lange – gestern standen die Räumungsfahrzeuge im Dauereinsatz. (Bild: Ralph Ribi)

Über 30 Zentimeter Neuschnee – für Skiliftbetreiber und Schneeliebhaber sind sie eine Freude. Auf den Ostschweizer Strassen führen sie zu prekären Verhältnissen und zahlreichen Unfällen.

KATHRIN REIMANN

«Für Schneeliebhaber ist der Raum St.Gallen momentan paradiesisch», sagt Peter Hinteregger von Meteocentrale.ch. Von Mittwoch auf gestern seien über 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Gestern abend stieg die Schneehöhe auf der St.Galler Notkersegg auf 41 Zentimeter an. Der städtische Skilift Beckenhalde vermeldete dann auch «gutes Pulver», und auch in Heiden und Oberegg wurden die Skilifte rege genutzt. Was für Sportler ein Vergnügen ist, wurde für die Autofahrer indes zur Qual.

Nur Blechschäden

Im Kanton St.Gallen ereigneten sich gestern acht Unfälle wegen des Schnees. «Glücklicherweise wurde niemand verletzt», sagt Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei St.Gallen. Ein Verkehrsteilnehmer sei mit Sommerpneus unterwegs gewesen und deshalb in eine Hauswand geprallt. Sein Rat: «Mehr Zeit einrechnen und langsam fahren – die Strassenverhältnisse sind prekär.» Auch im Thurgau führte der Schnee zu zahlreichen Blechschäden. So landete ein Auto in Matzingen auf dem Gleise der Frauenfeld-Wil-Bahn. Vier weitere Autofahrer verunfallten auf den vereisten Strassen, alle blieben unverletzt.

Die Temperatur sinkt weiter

Rund 25 000 Franken beträgt der Sachschaden bei jenen Unfällen, die sich gestern und am Dienstagabend auf den winterlichen Strassen in Ausserrhoden ereigneten. Auch hier gab es keine Verletzten.

Gemäss Peter Hinteregger wird heute kein Schnee mehr fallen, dafür sinken die Temperaturen weiter. «Die Bise verstärkt das Kälteempfinden noch», sagt er. Am Samstag soll es tagsüber minus 12 bis 14 Grad kalt werden. In der Nacht kann das Thermometer sogar auf bis zu minus 18 Grad sinken. Ab Dienstag soll es dann nicht mehr so extrem kalt sein. Bis dahin gilt: Warm einpacken.





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