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Tagblatt Online, 31. Oktober 2009 16:50:00

Moslemfriedhof im Rheintal

Letzte Ruhestätte

Moslem Zoom

Moslemgrab auf dem Friedhof Feldli in St.Gallen. (Bild: Bild: Ennio Leanza)

HOHENEMS. Am Ortsende von Hohenems entsteht der erste islamische Friedhof in Vorarlberg. Nach Erteilung der Baubewilligung wurde das Projekt jetzt öffentlich präsentiert.

birgit köhlmeier

Jahrelang wurde über die Errichtung eines islamischen Friedhofs in Vorarlberg diskutiert. Dabei ging es um religiöse Fragen, um Bestattungsrituale und um Tradition, aber auch darum, einen geologisch geeigneten Standort zu finden, der zudem letzte Ruhestätten Richtung Mekka ermöglicht. Bereits 2004 hatten die in Vorarlberg vertretenen islamischen Vereine beim Land einen Antrag auf Errichtung eines islamischen Friedhofs gestellt.

Ausschlaggebend war, dass es in Vorarlberg fast nur katholische Friedhöfe gibt und gläubige Moslems nicht in geweihter Erde begraben werden dürfen. Aber auch in der Katholischen Kirche gab und gibt es massive Widerstände gegen die Beisetzung von Moslems auf einem katholischen Friedhof.

Aus politischer Sicht habe es nie Zweifel gegeben, dass die moslemischen Mitbürger das Recht auf einen Friedhof hätten, betonte der langjährige Wolfurter Bürgermeister Erwin Mohr bei der Präsentation des Projekts.

Im Bestattungsgesetz sei klar geregelt, dass jede anerkannte Religionsgemeinschaft das Recht auf einen Friedhof habe.

Überdies gibt es in der Verfassung Österreichs den sogenannten «Islamparagraphen», der noch aus der Habsburger- Monarchie stammt. Als Bosnien-Herzegowina und damit Zehntausende Moslems Teil der Monarchie wurden, hatte Kaiser Franz Josef im Jahr 1912 ihre Religionsausübung und damit auch die Bestattung ihrer Toten unter besonderen Schutz der Monarchie gestellt. Dieser Paragraph ist bis heute nicht aus der Verfassung gestrichen worden.

2006 bot die Gemeinde Altach ein 8400 m² umfassendes Grundstück für die Errichtung eines islamischen Friedhofs an. Die islamischen Vereine Vorarlbergs begrüssten den Standort mitten im Rheintal. Der Spatenstich für das Projekt von Architekt Bernardo Bader erfolgt im Juli 2010. In der ersten Ausbaustufe wird er 342 Gräber umfassen, weitere rund 300 Gräber sind geplant. Die Baukosten von rund 1,1 Millionen Euro werden vom Gemeindeverband vorfinanziert. Die islamischen Vereine wollen durch Spendenaktionen einen Teil der Kosten übernehmen.

Der Rest der Kosten wird, wie bei anderen Friedhöfen auch, durch die Pacht der Gräber finanziert.





Leser-Kommentare:
2 Beiträge

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schwizer (02. November 2009, 15:49)
Inakzeptabel

Ich kann mich an der Meinung von "Freidenkender" nur anschliessen. Wir sind ein Land das welches geprägt von christlichen Werten ist.

Die Hindus kommen auch nicht und wollen ihre Toten anzünden und den Rhein runterschwimmen lassen wie dies beim Ganges üblich ist.

Wer sich nicht wie allen anderen kremieren oder bestatten lassen soll sich gefälligst in einem muslemischen Land bestatten lassen.

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Freidenkender (30. Oktober 2009, 20:18)
Immer separate Würste für Muslime

Weshalb müssen die Muslime immer etwas anderes haben, immer die Muslime, Muslime und nochmals Muslime. Merken sie nicht, dass sie sich damit alles andere als beliebt machen? Fühlen sie sich als etwas besseres? Wenn sie in reinerer Erde begraben werden wollen, dann sollen sie doch ihren Leichnam per Luftfracht wieder dorthin zurückfugen lassen, wo sie herkommen, aber gefälligst auf eigene Kosten, meine hochwohlgeborenen Damen und Herren Muslime.

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