Tagblatt Online, 16. August 2010 16:05:00
Gefährliches Gas aus dem Keller
Ein Dosimeter misst die Radon-Konzentration in einem Keller. (Bild: Bild: ky)
OSTSCHWEIZ. Das Edelgas Radon ist laut Experten weit schädlicher für die Gesundheit als bisher angenommen. Die Radon-Grenzwerte für Wohnräume sollen gesenkt werden. Dies hätte im Kanton St.Gallen unzählige Sanierungsfälle zur Folge.
Adrian Vögele
Unsichtbar ist es, geruch- und geschmacklos: das radioaktive Gas Radon. Es entsteht auf natürliche Weise im Erdinnern und dringt durch Ritzen und Böden auch in unsere Wohnräume – kein Problem, solange die Konzentration nicht zu hoch ist. In höheren Dosen allerdings ist Radon gefährlich – weit gefährlicher, als bisher angenommen: Es ist für einen Zehntel aller Lungenkrebs-Todesfälle verantwortlich.
Das Bundesamt für Gesundheit arbeitet an einem Aktionsplan, um den Radon-Grenzwert von bisher 1000 Becquerel pro Kubikmeter Luft auf 100 Becquerel zu senken. Im Kanton St.Gallen hätte dies laut Kantonschemiker Pius Kölbener zur Folge, dass die Zahl der sanierungsbedürftigen Gebäude von neun auf 128 steigt. Aufkommen dafür müssten die Hauseigentümer.
Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 13. August.
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Kommentare lesen
mercator (17. August 2010, 14:12)
...nach der Schweinegrippe: das Radon !
Wenn ich den Kommentar von laika lesen, kann man sich einmal mehr fragen, was wissen denn eigentlich Journalisten und Redaktoren. Sie die so dumm, oder einfach nur korrupt ? Die lassen sich doch wieder vor einen Karren spannen, wie bei der Schweinegrippe. Danke, laika.
Beitrag kommentierenlaika (16. August 2010, 18:58)
Schädliches Radongas
Ich habe jahrelang in Badgastein gearbeitet. Dort wird Radongas seit Jahrhunderten als Heilanwendung verschrieben. Kaiserhäuser aus ganz Europa kurten dort schon. Im Orstbereich tritt Radonthermalwasser aus 13 Quellen aus. Ginge es nach ihrem unrecherchierten Artikel, müsste die Bevölkerung dort ausgestorben sein. Tausende von Schweizern und Promineneten fahren nach Gastein um ihre Leiden zu kurieren. u.a. Luis Trenker. Radongas hilft auch bei Frauenleiden und verfügt über den weltweit einzigen Heilstollen Böckstein. Kann Herrn Adrian nur eine Kur Vorort empfehlen (potenzfördernd). Das Gas bleibt nicht im Körper, sondern wird in kürzester Zeit wieder ausgeschieden. Von wegen gefährlich. Die Bevölkerung zählt zu den Àltesten. Schade um das schöne Geld.
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