Tagblatt Online, 04. November 2008 12:29:55
FC St.Gallen: Lizenz in Gefahr
Michael Hüppi: «Kurzfristig fehlen der FC St. Gallen AG 1,5 Millionen Franken.» (Bild: Bild: Hanspeter Schiess)
ST.GALLEN. Der FC St.Gallen braucht innerhalb eines Monats 1,5 Millionen Franken. Hauptgrund für das fehlende Geld sei der Abstieg in der letzten Saison, sagt FCSG-Präsident Michael Hüppi.
Maria Wyer
Der FC St.Gallen braucht dringend flüssige Mittel. Bis Ende des Monats müssen 1,5 Millionen Franken aufgetrieben werden, um die anstehenden Verbindlichkeiten erfüllen zu können. Als Hauptgrund für das fehlende Geld sieht Hüppi den Abstieg in die Challenge League. Damit würden Werbeeinnahmen, Fernseh- und Ligagelder sowie Ticketeinnahmen wegfallen.1000 Gutscheine pro Spiel
Die Heimspiele des FCSG sind zwar auch in der Challenge League gut besucht. Nur: Der Verein selber hat aber mit dem Verkauf der Tickets nichts zu tun. Der FCSG erhält von der AFG Betriebs AG einen Pauschalbetrag von 4 Millionen Franken, so lange er in der Challengue League ist – in der Super League wären es sechs Millionen.
Umfeld wachrütteln
Zu einer finanziellen Entlastung sollen eine Spieler AG, ein Nachwuchsteam Ostschweiz sowie Personaleinsparungen verhelfen. Diese Massnahmen wirken aber erst ab der neuen Saison. Die dringend benötigten 1,5 Millionen Franken erhofft sich Michael Hüppi von den Donatoren. Da der Aufruf im September nicht die erhoffte Wirkung brachte, will Hüppi nun mit der neuerlichen Mitteilung das Umfeld wachrütteln.
Lizenz gefährdet
Was, wenn das Geld nicht zusammenkommt? «Es sähe übel aus», sagt der Präsident. Die erforderliche Kapitalherabsetzung wäre nicht möglich, die Lizenz für die nächste Saison gefährdet.
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