Tagblatt Online, 29. Dezember 2009 15:56:18
Ein ganz gewöhnlicher Moslem
Hasan Alur auf dem Balkon seiner St. Galler Wohnung: «Ich fühle mich zum ersten Mal ausgegrenzt.» (Bild: Bild: Ralph Ribi)
ST.GALLEN. Der 24jährige St. Galler Bankangestellte, ein unauffälliger Schweizer mit türkischen Eltern, meldet sich namens der schweigenden moslemischen Mehrheit zu Wort.
Marcel Elsener
Er habe es satt, sich «als hier geborener, integrierter, moderater» Moslem ständig zu erklären, hat uns der 24jährige St. Galler Bankangestellte und Wirtschaftsstudent an der Fachhochschule geschrieben. Und genau darum wolle er sich zu Wort melden, stellvertretend für den Grossteil der moslemischen und nichtmoslemischen Ausländer, die in diesen Wochen nach der Minarettabstimmung mit diffusen Feindbildern und eingeredeten Glaubensunterschieden zu kämpfen hätten.
Wenn in einer Diskussion am Schweizer Fernsehen ein Satz falle wie «Moslems mag man nicht», dann fühle «sogar» er sich ausgegrenzt – eine beängstigende Entwicklung, gegen die man positive Signale der Aufklärung setzen müsse, meint Hasan Alur. Denn die Gebete und Gebote im Islam seien weitgehend ähnlich wie im Christentum, und die Imame predigten in den Moscheen hierzulande die ähnlichen Botschaften wie ihre Berufskollegen in den Kirchen.
Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 30. Dezember.
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Kommentare lesen
mabamidi (07. Januar 2010, 17:28)
Hasan Alur
Etwas moderater augedrückt: Wann merken Journalisten vom Schlage eines Marcel Elsener endlich, dass sie vollkommen am lesenden Publikum vorbei schreiben? Wäre es nicht endlich an der Zeit, Journalisten und Redaktoren zu engagieren, welche die Meinung der Leserschaft repräsentieren?
Beitrag kommentierentell (04. Januar 2010, 15:14)
Hasan Alur
Der "Freidenker" spricht mir aus dem Herzen!
Beitrag kommentierenDer darauffolgende Kommentar von fredy kappeler ist ordinäre Beizensprache und eine Beleidigung. Doch ist es nicht ernst zu nehmen, da man annehmen kann, f.kappeler sei schon ein wenig betrunken gewesen.
Es ist sehr bedauerlich, dass der Redaktor Marc Elsener Augen und Ohren verschliesst vor der brutalen Wirklichkeit: Al Kaida rekrutiert genau solch liebe, anständige und angepasste Muslims für ihre Schreckensherrschaft.
schwizer (04. Januar 2010, 06:26)
Love it or leave!
Wem es hier nicht passt, wer sich eingeengt fühlt, der hat jederzeit die Freiheit zu gehen. Wir haben keinen gebeten zu kommen.
Beitrag kommentierenAm besten würde Hasan Alur seine Niederlassungsbewilligung oder seinen Ausländer Ausweis nicht mehr erneuern. Wenn sich dieser Herr ausgegrenzt fühlt, dann soll er am besten gleich in die Türkei gehen und die dortige Luft schnuppern!
Love it or leave!
(Dies gilt für alle - Schweizer inklusive).
fredykappeler (30. Dezember 2009, 18:30)
Was soll diese Ausgrenzung
Gratulation für diesen Artikel!
Beitrag kommentierenDer Kommentar des obigen "Freidenkers" zeigt sein Blödheit ungeschminkt. Anscheinend hat er seine Ausdrucksweise im Knast gelernt!
Freidenkender (30. Dezember 2009, 16:42)
Ein ganz gewöhnlicher Moslem?
Für wie blöd hält dieser Autor Elsener eigentlich die Leser des Tagblattes? Offenbar für saublöd. Diesen integrierten Vorzeigemoslem und Bänkler sozusagen als Spiegelbild des normalen CH-Moslems hinzustellen, liegt wohl sehr, sehr weit daneben. Die Realität sieht leider total anders aus. 50 % der Haftinsassen in CH-Knasten sind Muslime und dies bei 5 % der Wohnbevölkerung. Die überaus gelungene Integration vieler Muslime ist auf unseren Strassen täglich bestens sichtbar. Nein, mein Herr Elsener, solche Gutmenschen-Artikel sind wirklich zu blöd für die Leserschaft, um diese irre führen zu können.
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