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Tagblatt Online, 09. Oktober 2008 01:05:29

Biometrische Pässe stellt nur St. Gallen aus

In der Schweiz dürfen ab Frühjahr 2010 nur noch bio- metrische Pässe ausgegeben werden – mit gespeichertem Fingerabdruck und Gesichtsbild. Kantonseinwohner, die einen Pass beantragen, müssen die Daten in St. Gallen erfassen lassen.

st. gallen. Die Schweiz darf gemäss dem Schengener Assoziierungsabkommen ab 1. März 2010 ausschliesslich Reisepässe mit biometrischen Daten ausgeben. Auf einem Datenchip werden Fingerabdruck und Gesichtsbild gespeichert. Für die Ausfertigung von solchen Reisepässen ist deshalb die Anwesenheit der Person, auf die das Dokument ausgestellt wird, erforderlich. Die Regierung hat beschlossen, vorläufig ein Erfassungszentrum in St. Gallen zu errichten. Eine Reise in die Hauptstadt sei «zumutbar», wurde gestern mitgeteilt. Der Pass sei immerhin zehn Jahre lang gültig, und eine sofortige Regionalisierung mit mehreren Erfassungszentren käme teuer zu stehen.

Passanträge können ab März 2010 nur noch bei kantonalen Stellen eingereicht werden. Im Erfassungszentrum in St. Gallen können gleichzeitig Pass und Identitätskarte bestellt werden, ID-Karten allein weiterhin bei den Einwohnerämtern der Gemeinden. Ab 1. März 2012 können auch ID-Karten nur noch bei kantonalen Stellen beantragt werden.

Ob auch für die Identitätskarten ein Datenchip mit biometrischen Daten vorgeschrieben wird, ist derzeit wegen eines Referendums noch offen. (red.)





Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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gewe7 (10. Oktober 2008, 08:33)
Falsch-Information zu biometrischen Pässen

Dieser Artikel erstaunt mich sehr. Was soll damit erreicht werden? Hat die Redaktion nicht mitbekommen, dass das Referendum nicht nur gegen die Identitätskarten mit Chip läuft, sondern auch gegen den Abgabezwang von biometrischen Pässen. Es ist eindeutig eine Falsch-Information, wenn man es so hinstellt, als wenn es schon definitv ist, dass ab März 2010 nur noch solche Pässe abgegeben werden. Zuerst wird aufgrund des Referendums noch eine Volksabstimmung kommen.

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