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Tagblatt Online, 27. März 2009 01:04:01

100 Ideen für kleine Wissenschafter

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Das Buch ist 2008 in erster Auflage erschienen. (Bild: Bild: pd)

Heute wird an der Pädagogischen Hochschule die überarbeitete Forscherkiste eingeweiht. Die unzähligen Möglichkeiten, spielerisch zu experimentieren, sind auch in einem Buch versammelt.

Thomas Walliser Keel

Rorschach. Konfuzius war ein gelehrter Mann. Er sagte: «Sag es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.» Diesem Motto folgt die Idee der Forscherkiste: Kinder vom Kindergärtler bis zum Oberstufenschüler – und sogar Erwachsene, wie ein Selbstversuch zeigte – sind mit Eifer dabei, wenn sie Experimente durchführen können. Zum Beispiel eine Blume mit einer Seifenblase umhüllen, Wunderkerzen unter Wasser brennen lassen oder das Fassungsvermögen der eigenen Lunge messen.

Alle fünf Sinne gefordert

Über 100 der Experimente, die alle fünf Sinne ansprechen, sind in einem Buch zusammengefasst. Die Kapitel sind überschrieben mit Optik, Mechanik, Luft, Wasser, Feuer, Elektrizität, Biologie, Chemie, Akustik, Riechen-Schmecken und Mathematik. Herausgegeben hat das A4-formatige Buch der Initiant der Forscherkiste, Gerd Oberdorfer von der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, Standort Rorschach. Titel: «Die Forscherkiste. Neue Experimente für die fünf Sinne.»

Bereits 1991 hatte der damalige Primarlehrer in Sulzbach/Oberegg ein erstes Buch für wissbegierige Schüler unter dem Titel «Das springende Ei – und andere Experimente für die fünf Sinne» veröffentlicht. Es steht seither in zahlreichen Schulbibliotheken.

Keine Prüfungen

Ein grosser Vorteil der Experimente im neuen Buch ist, dass die meisten mit Alltagsgegenständen durchgeführt werden können. Warum gelingt es beispielsweise nicht, einen Luftballon in einer Petflasche aufzublasen? Weil die Luft in der Flasche nicht entweichen kann. So ist der Gegendruck zu gross und der Luftballon kann sich nicht ausdehnen. Erst wenn in den Boden der Petflasche ein Loch gebohrt wird, lässt sich der Ballon aufblasen.

Noch verlockender als der einfache Zugang ist die spielerische Grundidee: Lernen durch ausprobieren. Nicht der Lehrer macht etwas vor, sondern die Kinder kommen selber auf Schlussfolgerungen. Damit einher geht der Wunsch des Autors, nie eine Prüfung zu Experimenten der Forscherkiste zu machen: Ohne Druck lernt es sich lustvoller.

Auch für Thurgauer und andere

Die Forscherkiste selbst besteht aus einem Anhänger mit 250 Experimenten in 80 Experimentier-Kisten. Dieser kann von Schulen wochenweise gegen 500 Franken ausgeliehen werden, auch ausserhalb des Kantons St. Gallen. Die Nachfrage ist rege. Reservationen gingen schon von Rorschach, Thal und Salenstein bis Bülach und Bern ein.

«Die Forscherkiste. Neue Experimente für die fünf Sinne» von Gerd Oberdorfer. PHSG-Werkbuch, Zytglogge Verlag 2008, 39 Franken. ISBN 978-3-7296-0772-9 www.phsg.ch, Dienstleistungen




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