Tagblatt Online, 06. Oktober 2010 22:02:00
«Ich will mit Sepp alt und grau werden»
Bauer, ledig, sucht...
Heidi und Sepp stossen auf ihr Glück an. (Bild: Screenshot: 3plus)
Heidis Hofwoche bei Bauer Sepp in Benken geht zu Ende. Zuvor stellt die Solothurnerin ihrem Liebsten jedoch ihre Söhne vor – und überrascht ihn.
Maria Kobler-Wyer
Die Solothurnerin Heidi hat sich während ihrer Woche auf Sepps Pferdehof sehr wohl gefühlt. Mehr noch: Sie hat ihren Traummann gefunden. Deshalb will sie ihren Auserwählten zum Abschluss der gemeinsamen Woche überraschen. Heidi braucht aber Hilfe. Deshalb macht sie sich auf den Weg zu Schlagersängerin Monique. «Monique ist eine langjährige Bekannte von Sepp. Sie kennt ihn in- und auswendig», sagt die 56-Jährige. «Sie wird auch in Zukunft meine Ansprechpartnerin sein, wenn ich etwas über Sepp herausfinden will.»
Monique singt und jodelt
Heidi erzählt Monique, dass sie Sepp überraschen will und sagt zu ihr: «Du weisst sicher, wie ich ihm eine besondere Freude machen kann». Die Sängerin gibt der Hofdame folgenden Tip: «Besonders wichtig ist, dass es selbst gemacht ist. Am meisten Freude hat er, wenn es von dir kommt, aus deinem Herzen.» Dann zückt Monique ein Blatt hervor. Darauf hat die Sängerin fünf Strophen aufgeschrieben, die zu Heidi und Sepp passen. «Mir ist nicht entgangen, dass die beiden verliebt sind», sagt sie. «Eines Tages kam mir der Text in den Sinn und ich schrieb ihn auf.» Heidi kommt in den Genuss einer Kostprobe: Nach einer Strophe folgt jeweils ein Jodler.
Ein Gedicht für Sepp
«Wäre das etwas für dich, Heidi?» Die Solothurnerin antwortet: «Nur, wenn du es präsentierst. Ich traue mir das nicht zu.» Dann erzählt die zweifache Mutter von ihrer Idee eines Gedichtes. Es soll mit den Worten «Zwei Härzli hent sich gfunde…» beginnen. «Ich habe bereits den ganzen Vers im Kopf», sagt Heidi. «Ich wollte aber zuerst dein Urteil hören.» Monique ist ganz begeistert: «Das ist mega herzig. Wenn du deine Gefühle und Gedanken auf Papier bringen kannst, wäre das DAS Geschenk für Sepp.» Monique glaubt, dass Sepp sehr Freude haben wird an dem Gedicht. «Vielleicht wird er sprachlos oder es fliessen sogar Tränen.»
Heidis Söhne kommen
Als Heidi wieder auf dem Hof ankommt, macht Sepp bereits den Grill bereit. Die 56-Jährige hat nämlich ihre Söhne zu einem Grillabend eingeladen. «Ich will wissen, was sie über Sepp denken», sagt sie. Nun wartet sie ganz nervös auf ihre zwei Jungs. Auch der Ostschweizer ist ganz gespannt auf Heidis Söhne. Da treffen Patrick und Daniel auch schon ein. «Als sie kamen, dachte ich, dass sind zwei ganz tolle Burschen. Sie sind schön angezogen, anständig und haben gegrüsst», sagt Sepp erfreut. Und der 27-jährige Patrick sagt: «Ich war schon ein bisschen nervös vor der Begegnung, weil ich den Mann nicht kannte.»
Traktor fahren mit Sepp
Die Nervosität legt sich aber spätestens dann, als Patrick und Daniel mit dem 59-jährigen Bauern eine Runde Traktor fahren dürfen. Alle drei haben sichtlich Spass. Das freut auch Heidi: «Es war für mich eine Genugtuung, die drei so zusammen zu sehen. Ich habe das Gefühl, bei ihnen stimmt die Chemie.» Die Einschätzung seiner Mutter teilt auch der 25-jährige Daniel. «Der erste Eindruck von Sepp war positiv. Er ist ein ziemlich offener, ruhiger, angenehmer Mensch.» Patrick beschreibt Sepp als einen «gäbigen, aufgestellten Menschen». Die beiden Söhne finden, dass ihre Mutter eine gute Wahl getroffen hat. Heidi ist erleichtert, dass Sepp auch bei ihren Söhnen gut ankommt. «Ich wüsste nicht, was ich gemacht hätte, wenn ihr Urteil negativ ausgefallen wäre.»
Ende der Hofwoche
Nun steht also einem schönen Abend nichts mehr im Wege. Heidi, Sepp, Patrick und Daniel machen die Salate und das Fleisch bereit. Dann treffen auch die Gäste ein, um mit dem Bauern und seiner neuen Liebe das Ende der Hofwoche zu feiern. Sepp ist für die Grilladen zuständig. Er freut sich, dass alle gekommen sind. «Es war sehr schön.» Dann stösst er mit Heidi auf die gemeinsame Zukunft an.
Zusammen alt werden
Während des Essens bemerkten die Gäste plötzlich, dass Heidi fehlt. Holt sie vielleicht das Dessert aus dem Haus? Nein – sie taucht mit der Lesebrille und einem Zettel in der Hand auf. «Ich will Sepp mit einem kleinen Gedicht überraschen.» Dann beginnt sie, ihren selbstgedichteten Vers vorzutragen. Sepp ist gerührt: «Ich musste an die Stubete denken. Ich habe mich in jeder Hinsicht richtig entschieden.» Heidi wünscht sich, dass es so weiter geht, wie bisher. «Ich möchte die nächsten Jahre gemeinsam mit Sepp verbringen und mit ihm alt und grau werden.»
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