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Bauer, ledig, sucht, 18. August 2010 22:09:00

«Ich möchte Rahels Herz erobern»

Bauer, ledig, sucht

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Bauer Daniel mit Rahel aus Romanshorn (links) und Rahel aus Hettlingen (rechts). (Bild: Bild: 3plus)

Die beiden Thurgauerinnen Rahel und Marianne möchten gerne einen Bauern als Mann. An der Stubete in Kandersteg treffen sie erstmals ihren Daniel und Sepp – doch für beide Frauen gibt es kein Happy-End.

Maria Kobler-Wyer

Der 59-jährige Pferdehofbesitzer Sepp aus Benken erhält in der ersten Sendung der fünften Staffel «Bauer, ledig, sucht…» Besuch von Co-Moderatorin Christa Rigozzi. Die Ex-Miss-Schweiz lässt sich von Sepp mit der Pferdekutsche auf den Hof bringen. Der romantische Bauer ist seit neun Jahren Witwer und nun bereit für eine neue Liebe.

Schön anziehen
Auf dem Bauernhof wartet bereits die bekannte Schlagersängerin Monique, eine Freundin von Sepp. Sie erzählt Christa über Sepps Schwächen: «Sepp lässt sich manchmal ein bisschen gehen. Eine Frau müsste darauf achten, dass er gut gekleidet ist.» Der Vater eines Sohnes verspricht, sich vor der Stubete in einem Modehaus beraten zu lassen, damit er etwas Schönes zum Anziehen hat.

Nichts überstürzen
Auch Bauer Daniel, dessen Hof in Bichelsee auf der Kantonsgrenze zwischen Zürich und Thurgau liegt, erhält Besuch von der schönen Tessinerin Christa. Sie trifft zuerst auf Daniels Mutter Verena. «Über eine Frau auf dem Hof würde ich mich sehr freuen», sagt die 64-Jährige. «Ich würde mich sicher nicht einmischen.» Daniel selber arbeitet in seinem Haus, welches er irgendwann gerne mit Frau und Kindern beziehen möchte. «Ich habe immer gesagt, dass ich mit 30 Jahren eine Familie haben werde», sagt er. «Aber jetzt bin ich 29-jährig. Das wäre schon etwas überstürzt.» Er ist der Meinung, dass man sich gut kennen sollte, bevor man eine Familie gründet.

«Sie muss keine Bäuerin sein»
Seine bisherigen Beziehungen sind an der Landwirtschaft gescheitert. «Die Frauen konnten sich keine Zukunft auf dem Hof vorstellen», sagt Daniel. Um das Herz einer Frau zu erobern, will er sich einfach so geben, wie er ist. «Ich werde mir schon Mühe geben, sie mit schönen Sachen glücklich zu machen.» Seine zukünftige Frau muss keine Bäuerin sein. «Sie sollte aber sympathisch sein, die Natur schätzen und Tiere gerne haben.»

Geschenke und Blumen
Dann wird es endlich ernst: Die Bauern sehen erstmals die Frauen, für die sie sich aus den zahlreichen Zuschriften entschieden haben. Sepp erscheint im schwarzen Anzug. Seinen Auserwählten – Marianne aus Romanshorn und Heidi aus Derendingen – bringt er Geschenke und Blumen. Auch die beiden Frauen machen Sepp ein Geschenk: Von Marianne erhält er einen Weinspender in Form eines Einspänners, von Heidi rotes Geschirr mit weissen Punkten.

Schmetterlinge im Heu
Die nächsten Stunden verbringen die Drei in einer Scheune im Heu. «Ich finde ihn herzlich und offen. In seiner Nähe habe ich mich sofort wohlgefühlt», sagt Pferdenärrin Marianne. Sie glaubt, dass die Pferde ihr einziges Plus sind im Vergleich mit Heidi. Und Heidi ist gleich hin und weg: «Als Sepp vor mir stand, dachte ich, es nimmt mir den Boden unter den Füssen weg.» Er sei ein liebenswürdiger und herzlicher Mann. «Ich spüre Schmetterlinge.» Sepp entscheidet sich denn auch für die blonde Köchin. «Ich schwebe auf Wolke sieben», sagt die 56-Jährige. Bauer Sepp freut sich nun auf die Hofwoche mit ihr.

Nicht enttäuscht
Für Marianne ist das Abenteuer bereits zu Ende, bevor es richtig begonnen hat. Enttäuscht ist sie nicht, wie sie gegenüber Tagblatt Online sagt. «Im Gespräch mit Sepp habe ich gemerkt, dass er gerne hätte, wenn ich kochen und den Haushalt machen würde.» Sie wäre jedoch lieber im Stall. «Im Stall arbeitet er aber selber. Zudem hat er drei Angestellte.» Die 56-jährige Marianne bereut ihre Teilnahme bei «Bauer, ledig, sucht…» nicht. «Es war eine Erfahrung.» Der Tag in Kandersteg sei sehr interessant gewesen. Sie habe immer noch zu zwei Frauen engen Kontakt. «Ich würde aber nicht mehr mitmachen, da ich nicht mehr öffentlich eine Abfuhr von einem Mann erhalten möchte.»

Familie oder nicht?
Daniel sitzt mit Rahel aus Hettlingen und Rahel aus Romanshorn auf einem Bänklein. Er will von den Frauen wissen, ob sie gerne eine Familie möchten. Die 26-jährige Zürcherin antwortet: «Auf jeden Fall, ich möchte gerne Kinder haben.» Bei der Thurgauerin sieht es anders aus: «Ich mache mir keinen Stress, nur weil ich jetzt über 30 bin. Wenn es keine Kinder gibt, ist das für mich auch in Ordnung.» Mit der skeptischen Antwort sinken die Chancen der Malerin und Unihockeyspielerin. Denn Daniel möchte sein Leben mit einer Familie erfüllen. Auf die Frage, warum Rahel aus dem Thurgau noch mit keinem Bauern zusammen ist, sagt sie: «Viele Bauern sind hobelig und stinken. Ich mag es nicht, wenn sie mit dem Kuhstall im Gepäck in den Ausgang kommen.»

Zürcher Rahel gewählt
Rahel aus Hettlingen hat eine sechsjährige Beziehung hinter sich. Einen Bauern hat sie noch nicht kennengelernt. «Ich bin aber interessiert an der Landwirtschaft.» Als Daniel ihr sagt, dass er sie auf den Hof nehmen möchte, freut sie sich. «Ich komme gerne und bin gespannt auf Hof und Haus.» Für Rahel aus Romanshorn ist es nach einem Tag schwierig zu sagen, ob sie enttäuscht ist oder nicht. «Die Entscheidung ist für mich aber okay.» Daniel will während der Hofwoche versuchen, das Herz seiner Rahel zu erobern. «Liebe ist schön. Wenns passt, dann passts.»

Die nächste Folge gibt es am Mittwoch, 25. August, um 20.15 Uhr auf 3plus. Dann ziehen die Frauen zu ihren Bauern auf die Höfe.







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