Tagblatt Online, 01. September 2010 22:00:00
«Danke, dass du Sepp angemeldet hast»
Bauer, ledig, sucht
Heidi (links) bedankt sich bei Monique, dass sie Sepp (Mitte) bei «Bauer, ledig, sucht...» angemeldet hat. (Bild: Screenshot: 3plus)
Bauer Sepp aus Benken führt seine Hofdame erstmals aus. Heidi ist etwas mulmig zumute. Sie trifft seine Kollegen – und muss gleich jassen.
Maria Kobler-Wyer
Heidis zweiter Tag auf dem Pferdehof: Sie steht im Badezimmer, dreht Lockenwickler ins Haar und schminkt sich. Da klopft Bauer Sepp an die Tür. Verwundert fragt er: «Du machst dich so schön, um auszumisten?» Heidi entgegnet: «Vielleicht gefällt es ja den Pferden auch.» Sepp verabschiedet sich. Er will draussen warten. Dass sich die Solothurnerin, die ungepflegte Leute widerlich findet, hübsch macht, freut den 59-Jährigen. «Auf einen schönen Hof gehört eine schöne Frau.»Ausmisten mit Tigerstiefeln
Dann geht’s aber los mit der Arbeit im Pferdestall. Heidi packt sofort mit an – wie eine richtige Bauersfrau. «Jetzt kannst du jeden Morgen 30 Pferde ausmisten», sagt Sepp augenzwinkernd. «Misten ist nicht meine Sache», sagt die zweifache Mutter. «Wenn Not am Mann ist, helfe ich aber sicher mit.» Für die Hofarbeit ist die 56-Jährige mit Gummistiefeln bestens ausgerüstet. Diese verleiten Sepp zu einem Kompliment: «Lässige Tigerstiefel hast du!»
Auch von Heidi selber ist der Witwer begeistert. «Ich glaube, dass ich die richtige Wahl getroffen habe.» Die Hofdame gerät ebenfalls ins Schwärmen: «Ich schätze Sepp sehr und lasse meine Gefühle für ihn wachsen. Ich geniesse jeden Moment, in dem er in meiner Nähe ist.»
Ponys umarmt
Nach einem langen und anstrengenden Morgen gönnt sich Sepp am Mittag ein Nickerchen. «Ich lege mich jeden Mittag für eine halbe Stunde hin.» Heidi sieht sich derweil lieber auf dem Hof um. Sie trifft auf die Angestellten Nathalie und Julia, die zwei Ponys mit sich führen. Heidi geht auf die Tiere zu und umarmt sie sofort. «Ponys sind wie lebende ‚Plüschviechli’», sagt sie. «Vor denen habe ich keine Angst.»
«Hübsch und nett»
Die beiden Frauen geben der Solothurnerin Striegel und Bürste in die Hand. «Sie wollten testen, ob ich eine Tussi bin oder mit anpacke», vermutet Heidi. Was halten denn die Angestellten von Heidi? «Zuerst dachte ich, sie sei eine Schickimicki-Dame», sagt Nathalie. «Aber sie erledigte die Arbeit ohne Handschuhe.» Auch Julia hat einen guten Eindruck von der neuen Frau auf dem Hof. «Sie ist hübsch, nett und gefällt sicher auch Sepp gut.»
«Mulmiges Gefühl»
Am Abend führt der 59-jährige Ostschweizer seine Hofdame aus. Heidi trägt ein orangefarbenes Sommerkleid, Sepp ein grünes Hemd. «Ich habe schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich jetzt seinen Kollegen vorgeführt werde», sagt die passionierte Köchin. Dann betreten sie das Restaurant Frohsinn, welches dem Ehemann von Schlagersängerin Monique gehört. Die beiden Neuankömmlinge werden gleich von Monique begrüsst. Heidi überreicht der Sängerin einen Blumenstrauss. «Danke, dass du Sepp angemeldet hast», sagt sie. «Sonst wäre ich nie nach Benken gekommen.»
Sieg beim Jassen
Beim anschliessenden Jass mit zwei Kollegen trumpft Heidi gross auf. Sie gewinnt. «Ich bin überrascht, dass Heidi so gut jassen kann», sagt Sepp. «Jassen kann sie auf jeden Fall», sagt auch der Jasskollege anerkennend. «Sie hat uns ja schon beim ersten Spiel abgezockt.» Den Bauern freut es, dass seine Hofdame bei den Kollegen gut ankommt. «Ich bin froh und stolz.»
«Ich höre es knistern»
Auch Sepps Freundin Monique findet lobende Worte für Heidi. «Sie ist eine ganz liebe und herzliche Person.» Und weiter: «Sie hat gestrahlt wie ein Marienkäfer, als sie das Restaurant betreten hat.» Sepps Augen hätten ebenfalls geleuchtet, als er ihr Heidi vorgestellt habe. «Ich habe das Gefühl, ich höre es knistern», sagt Monique.
Knistern wird es auch in der nächsten Folge von «Bauer, ledig, sucht…», am Mittwoch, 8. September, um 20.15 Uhr auf 3plus. Dann zeigt sich Heidi in Dessous und sagt: «Wir werden die Nacht sicher geniessen.»
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